Chronik 2016


Frohes neues Jahr 2016

Der Philatelisten-Verband Berlin-Brandenburg e. V. wünscht allen Sammlerinnen und Sammlern ein frohes neues Jahr 2016.

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Herzlich willkommen im PhVBB e. V.

Nach der Auflösung des Landesverbandes der Philatelisten Mecklenburg-Vorpommern e.V. zum 31.12.2015 haben sich drei Vereine aus dem "hohen Norden" entschieden, dem Philatelisten-Verband Berlin-Brandenburg e. V. beizutreten. Es handelt sich um die Sammlergemeinschaften in Neubrandenburg, Greifswald und Wismar. Ihre Anträge auf Aufnahme in unseren Verband erreichten den Vorstand des PhVBB bereits im November und wurden mit einem einstimmigen "Ja" entgegengenommen.

Wir freuen uns über die nicht nur zahlenmäßige Verstärkung unseres Verbandes, sondern auch auf die zu erwartende Bereicherung unserer Verbandsarbeit, gehören doch alle drei Vereine seit Jahren zu den aktivsten Sammlergemeinschaften in ihrer Region.

Die Kontaktdaten der "Neuen" finden Sie auf der Vereinsseite.

Allen neuen Verbandsmitgliedern an dieser Stelle noch einmal ein herzliches Willkommen.

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Einladung zur "ROSSIKA 2016" vom 20. bis 22. Mai 2016

Die Philatelistische Akademie Russlands bereitet gemeinsam mit der Philatelistischen Akademie e. V. (1.Vorsitzender H.W. Hohenester), dem Philatelisten-Verband Berlin-Brandenburg e. V., dem Verein der Briefmarkenfreunde Russland/UdSSR Berlin e. V. und dem Schwaneberger Verlag eine internationale Briefmarkenausstellung mit FEPA-Recognition vor. Die Ausstellung findet vom 20. bis 22. Mai 2016 im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur in der Berliner Friedrichstraße statt.

Zur Teilnahme eingeladen sind Exponatgestalter, die Mitglied einer Philatelistischen Akademie sind und Mitglieder von Vereinen des Philatelisten-Verbandes Berlin-Brandenburg (als Mitorganisator). Teilnahmeberechtigt sind nur Exponate, die auf FIP-/FEPA-Ausstellungen mindestens eine Vermeil-Medaille erzielt haben.

Die Ausstellung ist den folgenden Anlässen gewidmet:

  • 150. Jahrestag der ersten russischen Semstwo-Briefmarke
  • 85. Jahrestag des Briefaustausch zwischen dem deutschen Luftschiff "Graf Zeppelin" und dem sowjetischen Eisbrecher "Malygin"
  • 55. Jahrestag des ersten bemannten Weltraumfluges
  • 125. Jahrestag des ersten Fluges von Otto Lilienthal.

Exponate, die sich inhaltlich mit diesen Themen beschäftigen (LÄ, PO, LU, AS, AK, LI) werden bevorzugt zur Ausstellung angenommen. Die Teilnahmegebühr beträgt 10 Euro je Ausstellungsrahmen (12 Blatt).

Ganzsache von der ROSSIKA 2013 in Moskau

Das detaillierte Spezialreglement der Ausstellung und das Anmeldeformular stellen wir hier als PDF-Datei zum Download bereit. Anmeldeschluß ist der 31. Januar 2016.

Eventuelle Rückfragen bitte an: Dr. Leupold / Leiter Bundesstelle Ausstellungswesen

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Vor 80 Jahren: Erster "Tag der Briefmarke" in Deutschland

Kostenlose Broschüre: Wie der Tag der Briefmarke entstand
Vor 80 Jahren, am 7. Januar 1936, fand mit einer zentralen Veranstaltung in Berlin der erste Tag der Briefmarke in Deutschland statt. Die Forschungsgemeinschaft Tag der Briefmarke im Bund Deutscher Philatelisten bietet Vereinen und Verbänden an, eine Broschüre zur Entstehung und Entwicklung des Tages der Briefmarke im Jahr der 80. Wiederkehr des ersten Tages der Briefmarke in Deutschland kostenlos zu nutzen. Ziel des „free download“ ist es, Werbemaßnahmen von Vereinen und Verbänden aus diesem Anlass zu unterstützen und einen Beitrag zur Pflege des Festes der Briefmarkensammler und Philatelisten in aller Welt zu leisten. Die Broschüre steht als PDF-Datei auf der Internetseite der Forschungsgemeinschaft zur Verfügung. Sie ist für das Format DIN A 5 vorgesehen und hat einen Umfang von 12 Seiten.

Voraussetzung für die Nutzung ist, dies und den Anlass dafür über info@tag-der-briefmarke.org mitzuteilen sowie nach Drucklegung ein Belegexemplar an den 1. Vorsitzenden, Claus Bellgardt, zu schicken.

Die 12 Seiten der Broschüre sollen unverändert übernommen werden; zusätzliche vereins- oder verbandsspezifische Seiten sind selbstverständlich möglich.

hs - 4. Januar 2016

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Webauftritt des Briefmarkensammlervereins Lichtenrade e. V.

Wir freuen uns, dass immer mehr Sammlervereine das Internet für sich entdecken und mit einer eigenen Vereinshomepage Werbung für sich und die Philatelie betreiben. Jüngstes Beispiel im Verbandsgebiet ist der Briefmarkensammlerverein Lichtenrade e. V., der sich seit kurzem mit einer gelungenen Seite im Web präsentiert.

Wir wünschen dem Verein viel Erfolg mit seiner Homepage unter der Adresse www.briefmarken-lichtenrade.de und zahlreiche interessierte Leserinnen und Leser. (kds)

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Information aus der Sonderstempelstelle Berlin

Alle Sammler in Berlin und Umgebung, die ihre Post immer gerne persönlich in den Kasten der Sonderstempelstelle bei der Postfiliale in der Uhlandstraße geworfen haben, mussten vor geraumer Zeit feststellen, dass der Briefkasten für den Einwurf von Stempelvorlagen im Zuge von Renovierungsarbeiten entfernt worden war. Nun gibt es ihn wieder: Stefan Biemann, Leiter der Sonderstempelstempelstelle Berlin informierte die Kunden mit der Nr. 04/2016 der Stempelvorausschau: "Eine kleine Info am Rande: Wir haben wieder einen Briefkasten, auf dem 2. Hof neben dem Eingang Aufgang A. Aber die Klingel bleibt weg, ansonsten per Telefon ankündigen. (Kontakt: Telefon Nr. : 030 / 864 86 253).

Für alle anderen Kunden bleibt es beim üblichen Weg über die Zustellung durch die Deutsche Post AG:

Frachtanschrift für Pakete und Päckchen: Deutsche Post AG, NL BRIEF, Sonderstempelstelle, 10770 Berlin

Briefpost: Deutsche Post AG, NL BRIEF, Sonderstempelstelle, Uhlandstr. 85, 10717 Berlin

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Die KWer Briefmarkenfreunde im Internet

Auf Initiative unseres Vereinsfreundes Jesse Blachowski hat der Briefmarkenverein Königs Wusterhausen 1964 e. V. seit einiger Zeit eine eigene Internetseite, die ständig auf dem Laufenden gehalten wird und unsere Vereinstätigkeit widerspiegelt.

Was können Sie dort alles finden?

  • alle Veranstaltungen des Briefmarkenvereins im laufenden Jahr
  • unsere Vereinssatzung
  • die lokale Postgeschichte von Königs Wusterhausen
  • die Absenderfreistempel aus Königs Wusterhausen und Umgebung
  • Links zu Phila-Institutionen

Hinzukommen soll noch eine Vereinschronik. Bitte schauen Sie sich unsere Seite an: www.phila-kw.de

Wolfgang Pinkow
Vereinsvorsitzender

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Neuer Vorstand im Briefmarkensammlerverein Fredersdorf

Am 12. Februar 2016 hatte der Briefmarkensammlerverein in Fredersdorf hohen Besuch. Dr. Klaus-Dieter Schult war zu Gast, unser Verbandsvorsitzender von Berlin-Brandenburg. Ihm war zugetragen worden, dass es an diesem Tag eine entscheidende Veränderung im Vorstand des Vereins geben würde. Nach ca. 40 Jahren als Vereinsvorsitzender gab Dietmar Graf den Staffelstab mit Zustimmung aller anwesenden Mitglieder an Uwe Schwenzer weiter.

Dr. Schult dankte Dietmar Graf für seine über viele Jahre gezeigte Einsatzbereitschaft im Verein und im Verband. Als Dank überreichte er eine Urkunde und ein Jahrbuch mit Sondermarken.

Trotz seiner 83 Jahre möchte Dietmar Graf aber nicht ganz aus dem Vorstand ausscheiden. Er ist zum Glück nur in die zweite Reihe zurückgetreten und macht als stellvertretender Vorsitzender weiter. Sein Wissen und seine Erfahrung bleiben somit dem Vorstand erhalten und werden dem neuen Vorsitzenden noch lange hilfreich sein.

Anschließend stand noch ein wichtiger Punkt auf der Tagesordnung. Der Kassenbericht für des Jahr 2015. Die von Dietmar Uhlmann geprüften Zahlen gab unser Kassierer Manfred Grelka dem Verein zur Kenntnis. Wir konnten nur sagen: Es sieht gut aus. Danach ging es noch gemütlich weiter, bevor gegen halb elf auch die letzten Sammlerfreunde unser Vereinslokal, das Hotel Flora, verließen.

Uwe Schwenzer, Vorsitzender Briefmarkensammlerverein Fredersdorf
Foto: Jochen Lüders

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Sanssouci im Markenbild

Neue Sondermarken mit Motiven aus der Region Berlin-Brandenburg finden bei den Sammlerfreunden unseres Verbandes stets besondere Beachtung. Diese Aufmerksamkeit wird sicher auch der am 1. März in der Serie "Burgen und Schlösser" erscheinenden Marke "Schloss Sanssouci" zuteil werden. Die Marke zu 85 Cent zeigt das Schloss, wie es zahllose Besucher Jahr für Jahr erleben, wenn sie vom Park kommend die über mehrere weinbewachsene Terrassen führende Haupttreppe hinaufsteigen.

Passend dazu gibt es einen Sonderstempel, der anläßlich des Aktionstages des EB-Teams Berlin am 1. März im Besucherzentrum an der Historischen Mühle (neben dem Schloss Sanssouci) in Potsdam im Einsatz war. Im Rahmen der Stempelfrist von 4 Wochen kann der Stempel noch bis Ende März bei der Sonderstempelstelle Berlin bezogen werden.(kds)

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Ausstellung "55 Jahre bemannter Weltraumflug"

Eine Stunde und 48 Minuten dauerte die Reise, die Juri Gagarin am 13. April 1961 absolvierte. An Bord des Raumschiffs Wostok 1 führte sie den sowjetischen Fliegeroffizier einmal um die Erde. Das Zeitalter der bemannten Weltraumflüge war eröffnet. Sofort nach der sicheren Landung verbreitete sich die Nachricht vom gelungenen Flug wie ein Lauffeuer rund um den Erdball. Rundfunksender unterbrachen ihr Programm und berichteten. Gagarins Name war in aller Munde.

Eine Ausstellung im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur in der Friedrichstr. 176-179, 10117 Berlin, wird vom 12.-19. April 2016 an Juri Gagarin und seinen Flug ins Weltall erinnern. Unter den Exponaten auch zahlreiche philatelistische Sammlerstücke, die zeigen, dass mit dem Flug um die Erde auch das Tor zu einem völlig neuen Thema in der Philatelie geöffnet wurde.

Die Ausstellung ist Dienstag bis Freitag von 14.00 - 19.00 Uhr, Samstag und Sonntag von 12.00 - 18.00 Uhr zu besichtigen. Der Eintritt ist frei.

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Neuer Vereinsvorstand in Neubrandenburg gewählt

Über 20 Jahre stand Sammlerfreund Uwe Pestlin an der Spitze des Neubrandenburger Briefmarkensammler-Vereins. Nun hielt er die Zeit für gekommen, das Amt des Vorsitzenden in jüngere Hände zu legen. Die Vorstandswahlen des Vereins am 14. Februar boten dazu Gelegenheit. Künftig wird Stefan Schuster als neuer Vorsitzender für den Verein verantwortlich zeichnen. Bei seiner Tätigkeit kann er sich auf ein bewährtes Team stützen, zu dem auch Uwe Pestlin gehört.

Wir wünschen dem Neubrandenburger Verein und seinem neuen Vorstand viel Erfolg und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit im Philatelisten-Verband Berlin-Brandenburg e. V. (kds)

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Ein großer Freund der Berliner Philatelie hat uns für immer verlassen

Am 24. März 2016, nur wenige Tage vor dem Osterfest und kurz vor Vollendung seines 83sten Lebensjahres ist

Reiner Wyszomirski

nach schwerer Krankheit verstorben. Wie kaum ein anderer hatte Reiner Wyszomirski die organisierte deutsche Philatelie mit immer neuen Initiativen gestaltet und sie geprägt. Viele bedeutende Funktionen hatte er im Laufe der vergangenen Jahrzehnte erfolgreich ausgefüllt. An anderer Stelle wird darüber vom BDPh zu berichten und ihm zu danken sein.

Uns Berlinern stand der in Königsberg geborene, im fernen Frankfurt lebende Wyszomirski immer als Freund fest zur Seite. Die Postgeschichte Berlins, insbesondere der Nachkriegszeit, und ihre Erforschung war ihm ans Herz gewachsen. Fast 40 Jahre lang hatte Reiner Wyszomirski, davon 20 Jahre als ihr Vorsitzender, an der Spitze der Forschungsgemeinschaft Berlin gestanden und sie mit Kraft, Ideen und Ausdauer vorangebracht. Er sah das ‚Berlin nach 1945' als im Wiederaufbau befindliche Vier-Sektoren-Stadt, als blockierte Teilstadt Berlin (West), die durch die Luftbrücke am Leben erhalten wurde, als geteilte Metropole zwischen den Machtblöcken, bis er das Zusammenwachsen Berlins zur Hauptstadt Deutschlands erleben durfte. Für Berlin hat er immer intensiv geworben und der vom Schicksal gebeutelten Stadt stets die Treue gehalten, ein Geschenk, das die Philatelie in Berlin dankbar entgegengenommen hat.

Mit einem Ehrenbären hatten wir ihn im Oktober 2014 in den "Ruhestand" verabschiedet, wohl wissend, dass er auch weiterhin als Ideengeber und Forscher in "seiner" FG Berlin wirken werde. Wir wollten ihm noch auf viele Jahre verbunden bleiben. Nun hat er uns nach so kurzer Zeit für immer verlassen. Wir trauern um einen großen Freund und Philatelisten. Wir trauern mit seiner Frau und seiner Familie.

Frank Walter
Ehrenvorsitzender des Philatelisten-Verbandes Berlin-Brandenburg e. V.

Foto: Wilhelm van Loo

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8. LIPHILA erwartet im Mai viele Besucher

In der Zeit vom 3. Mai bis 3. Juni 2016 findet die 8. Lichtenberger Philatelistische Ausstellung (LIPHILA) im Rathaus Berlin–Lichtenberg statt.

Die Briefmarken-Werbeschau wird vom Verein der „Philatelistenfreunde Lichtenberg ´79 e. V." ausgerichtet und steht unter dem Motto „SCHUTZ UNSERER UMWELT“. Gezeigt werden u. a. Sammlungen und Gastobjekte zum Umweltschutz, aber auch zum Thema Tierpark Berlin–Friedrichsfelde oder zur Geschichte des Stadtbezirks.

Der in Jahre 1979 gegründete Briefmarken-Sammlerverein will mit dieser 8. Werbeschau eine lange Tradition fortsetzen und insbesondere auch Nichtphilatelisten ansprechen.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft der Bezirksbürgermeisterin Birgit Monteiro (SPD) und wird von ihr am Dienstag, dem 3. Mai 2016, um 11 Uhr im Rathaus Lichtenberg eröffnet.

Ein Sonderbriefumschlag mit Sonderstempel ist in Vorbereitung und wird zur Ausstellung angeboten. Außerdem können Besucher einen Katalog mit Abbildungen sämtlicher Sonder- und Maschinenstempel des Tierparks Berlin-Friedrichsfelde, sowie einige Belege früherer Ausstellungen erwerben.

Zu erreichen ist die Ausstellung mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie folgt:

  • U-Bahnlinie 5 bis Frankfurter Allee
  • S-Bahn (Ring) bis Frankfurter Allee
  • Tram Linie 13 bis Rathaus Lichtenberg

Die Ausstellung ist täglich geöffnet, außer Samstag, Sonntag und an Feiertagen. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen über den Vereinsvorsitzenden Helmuth A. Kolitsch, E-Mail: philatelisten-lichtenberg-79@gmx.de

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Aktionstag des EB-Teams in Mühlberg (Elbe)

Anlässlich der Markenausgabe "Tizian - Kaiser Karl V." aus der Serie "Schätze aus deutschen Museen" veranstaltete das Team Erlebnis: Briefmarken einen Aktionstag im Museum der Stadt Mühlberg (Elbe). Die Stadt Mühlberg (Elbe) im Süden Brandenburgs (Landkreis Elbe-Elster) ist in die Geschichtsbücher als Ort der Schlacht bei Mühlberg eingegangen. Diese fand am 24. April 1547 statt und beendete mit einem Sieg des kaiserlichen Heeres unter Karl V. den Schmalkaldischen Krieg.

Zum Programm des Aktionstages gehörte ein Sonderstempel mit dem Porträt des Kaisers vor dem Mühlberger Rathaus. Zudem hatte das EB-Team einen Sonderumschlag (Auflage: 1.000 Stück) im Angebot.

 

Wer zum Aktionstag nicht in Mühlberg sein konnte, hat bis Anfang Mai Gelegenheit, den Sonderstempel über die Sonderstempelstelle Weiden zu beziehen.

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Neue Publikation zu privaten Postdiensten im Land Brandenburg

Bereits im Herbst 2013 legten Heinz Pohl und Ulrich Pofahl eine Arbeit zu dem in Rathenow tätigen Postdienstleister "Blitz-Kurier" vor. Nun fügten die beiden Brandenburger ihren Forschungen zu den privaten Briefdiensten im Land Brandenburg ein weiteres Kapitel hinzu.

Unter dem Titel "DEBEX und Die Briefboten - zwei Briefdienste in Potsdam" erschien Anfang April eine Broschüre im A4-Format, die auf ca. 90 Seiten viele Informationen vereint und sowohl den postgeschichtlich wie auch den heimatgeschichtlich interessierten Philatelisten ansprechen dürfte. Zu beziehen ist die im Selbstverlag herausgegebene Publikation bei Heinz Pohl, Wusterwitzer Str. 58, 14774 Brandenburg, Tel.: 03381/800899, E-Mail: pp.pohl@t-online.de zu einem Preis von ca. 24 Euro plus Versandkosten. Weiterführende Informationen zum Inhalt der Broschüre finden Sie hier.

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Bärenmarke in japanischem Sonderstempel

Die Bären-Marken, die wir im Kapitel "Deutschland unter alliierter Besetzung, Teil Berlin und Brandenburg" im Michel finden, wurden für den Bereich Groß-Berlin und OPD Potsdam (Provinz Brandenburg) im Sommer 1945 herausgegeben. Sie gehören damit zur Postgeschichte der Region unseres Verbandes Berlin-Brandenburg. Umso mehr dürfte es interessieren, dass die Mi.-Nr. 3 (8 Pfennig) mit dem Wappen Berlins und der Bezeichnung "STADT BERLIN / POST" nach nun 71 Jahren den Weg in einen japanischen Sonderstempel gefunden hat.

Die Abb. zeigt eine für die Überseebeförderung auffrankierte Lotterie-Postkarte aus Japan!

Der Stempel propagiert eine Ende März 2016 in Toshima/Tokyo stattgefundene Ausstellung "GERMANIA 2016". Insbesondere für die Philatelisten in Berlin und Brandenburg ist das ein unerwartetes Geschenk aus dem fernen Asien, das an die Geschichte Berlins und die Bemühungen um den Wiederaufbau des Nachkriegs-Berlin erinnert. Er führt damit eine entsprechende Initiative fort, die im Jahr 2014 das Sonderpostwertzeichen Mi.Nr. 1482 (von 1990) mit der Abbildung des Brandenburger Tores zur Öffnung der innerdeutschen Grenzen zentral im Stempel der "GERMANIA 2014" abbildete. Vielen Dank dafür nach Japan.

Abb. des Postsonderstempels von 2014

Zur Erinnerung an 1945: Der Magistrat von Groß-Berlin hatte am 20. Mai 1945 beschlossen, eigene Briefmarken herauszugeben und diese Absicht dem sowjetischen Stadtkommandanten Generaloberst Nikolai Bersarin zur Kenntnis gegeben und ihm erste Entwürfe zugeleitet. Zwei der Marken hat Bersarin auf dem Vorlageblatt eingekreist und mit seiner Unterschrift genehmigt, dass zunächst diese von der Magistratspost herausgegeben werden dürften. Das Original-Dokument aus den Schätzen des Museums für Kommunikation hat der Berliner Verband bereits zweimal auf Ausstellungen als "Geburtsurkunde der Berlin-Briefmarken" öffentlich präsentieren dürfen. Bersarin war kurz nach seiner Entscheidung tödlich verunglückt. Er wurde postum Ehrenbürger Berlins, sein Bild hängt heute in der Ehrengalerie des Abgeordnetenhauses von Berlin.

 

Abb.: Generaloberst Nikolai Bersarin (li), "Geburtsurkunde der Berlin-Briefmarken" (re)

Frank Walter (AIJP)
Ehrenvorsitzender des Philatelisten-Verbandes Berlin-Brandenburg e. V.

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Post aus dem Spreewald

Seit Jahren begleitet die Briefmarkensammlergemeinschaft Cottbus die Eröffnung der Kahnsaison im Spreewald, die stets mit dem Beginn der sommerlichen Postzustellung per Spreewaldkahn einhergeht, mit einem Sonderbriefumschlag. Als Motiv fanden dabei immer künstlerische Arbeiten Verwendung, die dem Betrachter die schönsten Seiten dieser einmaligen Landschaft im Südosten Brandenburgs offenbarten. Auch in diesem Jahr ist es den Sammlerfreunden aus Cottbus wieder gelungen, ein ansprechendes Motiv für Ihren Beleg zu finden. Gemütlich schnauft sie durch die Landschaft - die Spreewaldbahn, die von 1898/99 bis 1970 auf ihren Schmalspurgleisen zwischen Lübben und Cottbus verkehrte. Viel ist nicht von der "Spreewaldguste", wie die Einheimischen ihre Bahn nannten, geblieben. Empfehlenswert aber ist ein Besuch in der Gaststätte im ehemaligen Bahnhofsgebäude in Burg. Wo sonst bekommt man sein Bier und andere Getränke per Modelleisenbahn an den Tisch geliefert?

Bezugshinweise zum hier abgebildeten Beleg finden Sie auf der Webseite des Vereins unter www.phila-cottbus.de, wo Ihnen auch noch einige Belege früherer Jahre präsentiert werden. (kds)

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Spremberger Sammlergemeinschaft feiert Gründungsjubiläum

Anlässlich des 95. Jubiläums des Spremberger Philatelisten-Vereins 1921 e. V. wurde eine personalisierte Briefmarke der Deutschen Post AG gestaltet. Gleichzeitig in diesem Jahr feiert der Spremberger Kulturbund e. V. sein 70. Bestehen. Die enge und kooperative Beziehung zum Spremberger Kulturbund e.V., die schon in der Vergangenheit durch gemeinsam gestaltete Ausstellungen zum Ausdruck gebracht wurde, ist im Motiv dargestellt. Das Postgebäude der Stadt Spremberg aus der Zeit um 1890 bildet das Hauptmotiv. Gleichzeitig wurde ein Sonderumschlag gestaltet, der beide Jubiläen würdigt.

Sonderumschlag und Briefmarke kann zum Preis von zusammen 2,50 Euro bestellt werden bei: Frank Jauernig, Hoyerswerdaer Str.15, 03130 Spremberg, E-Mail: jauernigf@aol.com

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Briefmarken Bilder

Im gerade erschienenen Heft 1-2016 der "berlin-brandenburg philatelie" finden interessierte Leserinnen und Leser auf den Seiten 32 bis 44 einen umfangreichen und überaus lesenswerten Bericht von Horst Schmollinger über eine Tagung des Berliner Zentrums für Literatur- und Kulturforschung (ZfL) in Zusammenarbeit mit dem Museum für Kommunikation Berlin, die am 15. und 16. Januar 2016 in den Räumen des Museums stattfand.

Eine PDF-Version des Berichtes unter dem Titel "Briefmarken Bilder. Die Visitenkarten der Herrschenden in den Bilderbüchern älterer Herren" und diverse Begleitmaterialien zur Tagung, die unter dem Thema "Philatelie als Kulturwissenschaft" stand, finden Sie hier in einer vom Autor vorgenommenen Zusammenstellung wichtiger Dokumente.

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Bundesfinanzminister Dr. Schäuble stellte die Sondermarken "Für den Sport 2016" vor

Am 20. April 2016 wurden im Bundesinnenministerium in Berlin die diesjährigen Sonderbriefmarken "Für den Sport" durch den Bundesminister für Finanzen, Dr. Wolfgang Schäuble, vorgestellt. Die drei Marken mit einem Plus für den Sport zeigen unter Bezugnahme auf die Fußballeuropameisterschaft einen Fußball (70 + 30 Cent), zudem ein Rugby-Ei (85 + 40) und einen Golfball (145 + 55). Die letzten beiden Ballsportarten werden 2016 nach rund 100 Jahren wieder ins Programm der Olympischen Spiele zurückkehren.

In seiner Eingangsrede hob der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Sporthilfe, Dr. Michael Ilgner, noch einmal hervor, dass in Zeiten zunehmender digitaler Kommunikation die Briefmarken mit Zuschlag weiterhin eine wichtige Einnahmequelle für die Sporthilfe darstellten. So konnte die Stiftung im Jahr 2015 mehr als 800.000 Euro für die Förderung sportlicher Talente einsetzen. Großen Anteil daran hätten, wie seit Jahren, die Philatelisten, denen deshalb ein besonderer Dank zu sagen sei.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung, der auch zahlreiche Philatelisten beiwohnten, präsentierte Finanzminister Schäuble in einer launigen Rede die neue Markenedition und übergab Rote Alben mit den Erstdrucken an den Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière und weitere Persönlichkeiten aus Sport, Politik und Wirtschaft. Unter den Geehrten auch der Grafiker Thomas Serres als Schöpfer der Markenserie.

Die Markenpräsentation fand ihren Abschluss mit einer kurzen Vorführung der Deutschen Rugbymannschaft, die im Innenhof des BMI ihr Können unter Beweis stellte.

Der Verkauf der neuen Markenserie startet am 2. Mai 2016.

kds; Fotos: B. Tiedt; Bildquelle für die Markenabb.: Deutsche Sporthilfe

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Vielfalt der Philatelie zum Frühjahrsseminar präsentiert

Einen abwechslungsreichen und informativen Sonnabend erlebten die rund 50 Sammler, die am diesjährigen Frühjahrsseminar des PhVBB teilnahmen. Drei Vorträge, präsentiert von den Referenten Hans-Ulrich Schulz, Hans Zerbel und Franz-Josef Pütz, ließen spürbar werden, welche Vielfalt unserem Hobby Philatelie innewohnt, wie intensiv sich philatelistisches Sammeln mit Geschichte, Politik, Kultur und Kunst verbinden läßt, ja verbinden muss, will der Sammler seine Briefmarken und Belege in dem ihnen gebührenden Maße ansprechen und bewerten.

Hans-Ulrich Schulz, profunder Kenner der Berliner Postgeschichte, eröffnete den Vortragsreigen mit einer spannenden Chronik der Berliner Luftpost von den Anfängen bis weit in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts. Hans Zerbel vermittelte Grundwissen für Sammler, indem er anhand zahlreicher Abbildungen den Unterschied zwischen Plattenfehlern und Druckzufälligkeiten aufzeigte und deren Auftreten in Bezug zu einzelnen Druckarten setzte. Franz-Josef Pütz lieferte zum Abschluss des Seminars am Beispiel der afghanischen Postgeschichte, was wir uns unter dem heute zunehmende Verbreitung findenden Begriff der "Social Philately" vorstellen könnten.

Übereinstimmend positiv äußerten sich am Ende der Veranstaltung alle Teilnehmer zur Neuwahl des Veranstaltungsortes. Die zentrale Lage des Seminargebäudes im Stadtbezirk Berlin-Mitte wie auch der gute Service durch "die reha e. v." fanden breite Anerkennung.

Text und Fotos: kds

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Interessanter Newsletter nicht nur für Sportphilatelisten

Regelmäßig informiert der Olympia- und Sport-Philatelisten-Club Berlin (OSPC) in einem Newsletter über neue Entwicklungen auf dem Gebiet der Sportphilatelie. Aktualität und Sachkenntnis zeichnen ihn aus, Breite und Vielfalt der behandelten Themen bedienen nicht nur die Interessen der einschlägig interessierten Motivsammler. Auch Nichtmitgliedern des OSPC bietet der Verein nun eine Bezugsmöglichkeit an. Interessenten wenden sich per E-Mail an Sammlerfreund Alde, den Redakteur des Newsletters.

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8. LIPHILA eröffnet

Recht überrascht zeigten sich die "Philatelistenfreunde Lichtenberg '79" und der Vorsitzende des Vereins, Sammlerfreund Kolitsch, über die vielen Besucher, die am 3. Mai 2016 den Weg in das Rathaus Berlin-Lichtenberg suchten. Bei aller Werbung – mit solch einen Andrang zur Eröffnung der 8. LIPHILA hatte man wirklich nicht gerechnet. Umso größer die Freude über das Interesse, dass Berliner und Brandenburger der Werbeschau des Vereins bereits am Eröffnungstag entgegenbrachten.

Im Beisein der Schirmherrin der Ausstellung, Bezirkbürgermeisterin Birgit Monteiro, der Kulturstadträtin Kerstin Beurich und zahlreicher Sammlerinnen und Sammler aus dem PhVBB und ihm angehörender Vereine, eröffnete Helmut Kolitsch die unter dem Motto "Schutz unsere Umwelt" stehende Schau, die noch bis zum 3. Juni 2016, jeweils zu den Öffnungszeiten des Rathauses, besichtigt werden kann.

Einen Eindruck der Eröffnungsveranstaltung und zugleich einen kleinen Blick in die Ausstellung vermittelt ein Video auf der Seite von meinostberlin-tv.

kds; Fotos: B. Tiedt

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Bilder einer Ausstellung - "Rossica 2016"

Drei Tage drehte sich im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur in der Berliner Friedrichstraße alles um die Philatelie. Erstmals außerhalb Russlands veranstaltet, zog die "Rossica 2016" vom 20. bis 22. Mai zahlreiche Besucher in ihren Bann. Geboten wurde ihnen eine Schau hochrangiger Exponate von Philatelisten aus Russland, Deutschland und weiteren europäischen Ländern - Philatelie vom Feinsten. Wir zeigen hier einige Bilder von der Eröffnungsveranstaltung, die am Freitag im Beisein des Außerordentlichen und Bevollmächtigten Botschafters der Russischen Föderation, seine Exzellenz Wladimir M. Grinin, stattfand. Dr. Christian Hanke, Bezirksbürgermeister von Berlin-Mitte, überbrachte Grüße aus Berlin und verwies in seiner mit viel Beifall bedachten Rede auf die Notwendigkeit eines friedlichen Miteinanders der Völker. Ausstellungen wie die "Rossica 2016" seien geeignet, gegenseitiges Kennenlernen und Vertrauen zu befördern. Weitere Ehrengäste der Eröffnungsveranstaltung würdigten den hohen Stellenwert der Ausstellung und sprachen den Organisatoren, zu denen neben den philatelistischen Akademien Russlands und Deutschlands auch der PhVBB und der Berliner Verein der Briefmarkenfreunde Russland/UdSSR gehörten, Dank und Anerkennung aus.

Ein Rundgang der Ehrengäste und zahlreicher Besucher durch die Ausstellung, dazu viele Gespräche zwischen Ausstellern, Sammlern und anderen Veranstaltungsteilnehmern, rundeten den Abend im RHWK ab.

Am Samstag war Gelegenheit, sich der Ausstellung in aller Ruhe zu widmen und an mehreren Händlerständen die eigene Sammlung zu vervollständigen. Gern genutzt wurde auch das Belegangebot des PhVBB und die Möglichkeit, Post mit dem Sonderstempel zur Ausstellung auf Reisen zu schicken.

Text und Fotos: Klaus D. Schult

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25 Jahre Friedenswald Seelow - 20 Jahre Schülerpartnerschaft

Am 13. April 1991 wurde auf dem Krugberg bei Werbig der erste Friedenswald angelegt. Der Termin wurde bewusst gewählt, denn vom 16.04. bis zum 19.04.1945 tobte rund um die Seelower Höhen eine der blutigsten Schlachten des 2. Weltkrieges mit über 50.000 Toten. Weitere Friedenswälder befinden sich im belorussischen Brest und im polnischen Gorzyca.

In diesem Jahr kann die Region rund um Seelow auf 25 Jahre Friedenswald zurückblicken. Seit 20 Jahren verbindet den Landkreis Märkisch-Oderland eine Schülerpartnerschaft mit einer Schule in Brest.

Vom 04.07.2016 bis zum 07.07.2016 wird eine Schülerdelegation des Gymnasiums auf den Seelower Höhen der Partnerschule in Brest einen Besuch abstatten. Die Seelower Gymnasiasten werden dann gemeinsam mit einer Schülerdelegation aus Brest die Rückreise antreten, um bis zum 11.07.2016 in der Begegnungsstätte Schloss Trebnitz gemeinsam zu arbeiten.

Lena Hartinger, Schülerin in der 11. Klasse, hat für diesen Anlass den Sonderstempel und den Zudruck für die Ganzsachen im Rahmen einer Belegarbeit entworfen.

 

Nachdem die Belege mit dem Bus der Schüler von Seelow nach Brest und von dort zurück nach Trebnitz transportiert wurden, gibt es dann in Trebnitz am 11. Juli 2016 den Sonderstempel des Erlebnisteams Briefmarke im Sonderpostamt. Der Bustransport wird mit zwei Gummistempeln dokumentiert.

Die Belege können über den Philatelistenklub Seelow e.V. bezogen werden. Ansprechpartner: Thomas Dräger, Frankfurter Straße 45, 15306 Seelow, Tel.: 03346/88735 oder per Mail an draeger-philatelie@gmx.de.

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Vielseitiger Erfahrungsaustausch

Das Treffen mit den Vereinsvorsitzenden, zu dem der Vorstand des PhVBB für den 4. Juni 2016 eingeladen hatte, stieß bei den Mitgliedsvereinen auf ein überraschend großes Interesse. Über 40 Sammlerfreunde aus Berlin, Brandenburg und Mecklenburg/Vorpommern hatten sich an diesem Tag im Bernauer "Treff 23" eingefunden, um Informationen und Erfahrungen auszutauschen und im gemeinsamen Gespräch Wege zu einer noch erfolgreicheren Vereinsarbeit zu suchen.

Nach der Begrüßung durch den Verbandsvorsitzenden Dr. Schult, der sich hoch erfreut über das Interesse an der Veranstaltung zeigte, entspann sich schnell eine lebhafte Diskussion zur Frage, wie Vereine mit Veranstaltungen, Briefmarkenschauen und Ausstellungen sowohl ihr eigenes Vereinsleben bereichern als auch in der Öffentlichkeit für das Hobby Philatelie werben können. Immer wieder betont wurde dabei die Notwendigkeit, eingefahrene Gleise zu verlassen und neue Wege zu suchen, um die Attraktivität aller vom Verein organisierten Veranstaltungen zu erhöhen. Neue Darbietungsformen bei Ausstellungen, Nutzung möglicher Synergieeffekte durch Einbeziehung anderer Sammlergruppen (Ansichtskarten, Numismatiker), verbesserte Pressearbeit, Präsenz im Internet - für all das gab es Beispiele und Erfahrungen, die gern geteilt wurden.

Nach einer wohlverdienten Mittagspause entspann sich dann eine lebhafte Diskussion zum Thema "Verein in der Krise". Wie sichern wir den Erhalt unserer Vereine? Wie gewinnen wir neue Sammlerfreunde für die Mitarbeit im Vorstand? Welche Strategien bieten sich bei drohender Vereinsauflösung an, um Mitglieder nicht gänzlich zu verlieren? Das waren einige der Fragen, über die mit großer Offenheit gesprochen wurde. Manch guter Ratschlag kam dabei von den Vereinen, die sich weiterhin durch wachsende Mitgliederzahlen auszeichnen.

Nach gut dreieinhalb Stunden angeregter Diskussion und zahlreichen Informationen zur Optimierung der Zusammenarbeit von Verband und Vereinen lautete das Fazit bei allen Teilnehmern: Das Kommen hat sich gelohnt. So wird der Verbandsvorstand in zwei Jahren wieder zu einem Erfahrungsaustausch einladen. An interessanten Themen wird es ganz sicher nicht mangeln. (kds)

Fotos: B. Tiedt, K. Schult

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Feierliche Präsentation der Lilienthal-Sondermarke in Anklam

Leben und Schaffen Otto Lilienthals sind weitgehend mit Berlin und verschiedenen in der Umgebung liegenden Orten wie Derwitz und Stölln verbunden. Geboren aber wurde der berühmte Pionier der Luftfahrt 1848 in Anklam, wo man bis heute auf vielfältige Art und Weise und voller Stolz an den weltbekannten Sohn der Stadt erinnert. Das örtliche Gymnasium trägt seinen Namen, am Pferdemarkt erinnert ein beeindruckendes Denkmal an ihn, im Otto-Lilienthal-Museum findet man viel Interessantes zur Technikgeschichte des Menschenfluges. Darüber hinaus ist Großes geplant. Die Nikolaikirche im Zentrum der Stadt, in ihr wurde Otto Lilienthal 1848 getauft, soll in den kommenden Jahren die mehr als 150 Fluggeräte umfassende Sammlung des Museums aufnehmen und unter dem Namen "Ikareum" zu einem besonderen Erlebnisort für alle Luftfahrtbegeisterten werden.

In eben dieser Kirche fand am 29. Juni 2016 die feierliche Präsentation des Postwertzeichens "125 Jahre erster Gleitflug Otto Lilienthal" statt. Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur waren der Einladung des Bürgermeisters Michael Galander sowie des Bürgervorstehers Andreas Brüsch gefolgt, darunter der Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Mathias Brodkorb.

Für einen stimmungsvollen Auftakt sorgte der Chor des Lilienthal-Gymnasiums, der in großer Besetzung verschiedene Lieder zum Thema Fliegen zu Gehör brachte. Grußworte des Bürgermeisters der Hansestadt Anklam und des Bildungsministers des Landes Mecklenburg-Vorpommern schlossen sich an. Die Vorstellung und Übergabe des Sonderpostwertzeichens lag dann einmal mehr in den bewährten Händen von Dr. Michael Meister, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Finanzen, der noch einmal die große Bedeutung Lilienthals für die Entwicklung der modernen Luftfahrttechnik herausstellte. Anschließend übergab er Mappen mit den Erstdrucken des Sonderpostwertzeichens, das ab dem 7. Juli an den Postschaltern zum Preis von 1,45 Euro erhältlich sein wird, an verdienstvolle Persönlichkeiten, darunter ein Nachkomme Otto Lilienthals. Mit einer Weißen Mappe geehrt wurden auch die Vorsitzenden unserer Mitgliedsvereine Neubrandenburg und Greifswald. Herzlichen Glückwunsch!

Text und Fotos: K. Schult

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Sondermarke zum Vereinsjubiläum in Neuhardenberg

Er ist ein Kind der Wendezeit. Gegründet 1991, gerade hatte man dem Ort Marxwalde wieder seinen alten Namen Neuhardenberg zurückgegeben, machte es sich der Heimatverein Neuhardenberg zur Aufgabe, die wechselvolle Geschichte des Ortes im Osten Brandenburgs zu erforschen, zu dokumentieren und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das Dorfmuseum "Alte Schule" und die Ausstellung auf dem ehemaligen NVA-Flugplatz, beide ehrenamtlich vom Verein betreut, boten dazu vielfältige Gelegenheit. Gegenwärtig wird im Museum bereits die 11. thematische Sonderausstellung gezeigt. Sie ist der Geschichte des Heimatvereins gewidmet, der zu seinem 25. Gründungsjubiläum auch stolz auf eine Sondermarke der Märkischen Post verweisen kann. Zur Jubiläumsfeier im September wird es dann auch einen Sonderstempel der Deutsche Post AG geben. Eine Abbildung finden Sie heute schon auf der Webseite des Heimatvereins unter Aktuelles. Und natürlich manch Interessantes über Neuhardenberg und seine wechselvolle Geschichte. Einen Besuch wert ist der Ort auf alle Fälle, gerade jetzt in den Sommermonaten. (kds)

Beleg zum Vereinsjubiläum mit Sondermarke der Märkischen Post,
Motiv: Schloss Neuhardenberg, 25 Jahre Heimatverein Neuhardenberg e. V.

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Wensickendorfer historische Ansichten - 2016

Die PLUSKARTE INDIVIDUELL "Wensickendorfer historische Ansichten - 2016" wurde am 25. Juni 2016 zu den Feierlichkeiten des 666jährigen Ortsjubiläums von Roland Daebel, Wensickendorf (Ortsteil von Oranienburg), herausgegeben.

Auf der Bildseite ist die Reproduktion einer Litho-Karte aus der Zeit nach 1901 abgebildet. Die originale Karte war echt mit einer Abstemplung vom Nachbarort "Zehlendorf bei Liebenwalde / -2.8.04 3-9N" zum Zielort Dresden, gelaufen. Die Postagentur Wensickendorf wurde erst 1905 eröffnet.
Die Abbildung der originalen Karte zeigt links die Wensickendorfer Kirche mit dem alten Holzturm, der 1908 nach Blitzschlag abbrannte. Rechts ist das Bahnhofsgebäude abgebildet, das zur Eröffnung der Reinickendorf-Liebenwalder-Groß Schönebecker Eisenbahn-Aktien-Gesellschaft - im Volksmund "Heidekrautbahn" - am 21. Mai 1901 errichtet worden war und Ende Oktober 2014 abgerissen wurde. Im Wertstempel der Pluskarte ist der 1908/09 neu errichtete massive Kirchturm abgebildet, der so bis heute steht. Über den Herausgeber der originalen Karte, "Verlag G. Zeuge, Wensickendorf", war bisher nichts in Erfahrung zu bringen.

Die Pluskarte gibt es nur in ungebrauchter Qualität, ein Sonderstempel hatte nicht existiert. Interessenten können die Pluskarte schriftlich bestellen bei Roland Daebel, Stolzenhagener Weg 4, 16515 Oranienburg, Fax: (+49) 0 3212 1252047, E-Mail: rdaebel@t-online.de. Die Karte kostet 1,90 EUR, dazu kommt, je nach Gewicht der Sendung, normales Porto der Deutsche Post AG. Zusatzleistungen, wie Einschreiben, können bestellt werden. Die Zusendung erfolgt auf Gefahr des Bestellers nach Zahlungseingang. (rd)

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Umzug der Stempelstelle Berlin

Zum 1. August 2016 ist die Stempelstelle Berlin umgezogen. Die neue Anschrift lautet:

Deutsche Post AG
Sonderstempelstelle  Raum 21 a
Eresburgstr. 21
12103 Berlin
Tel: +49 (30) 75473 3919
Fax: +49 (30) 75473 3917

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Heimische Salzwasserfische beim Tag der Jungen Briefmarkenfreunde

Die Jugendgruppe Berlin-Spandau beteiligt sich am 29. September 2016 an dem diesjährigen "Tag der Jungen Briefmarkenfreunde" (TdJB). Wie in den letzten Jahren findet dieser wieder in der Linden-Grundschule, Staakener Feldstr. 6-8, 13591 Berlin-Staaken, von 8 - 16 Uhr statt.

Anlässlich des TdJB wird neben einer Sonderschau mit Fischen auch ein vielfältiges Programm angeboten, welches bei den bisherigen Veranstaltungen bei Groß und Klein immer für einen großen Ansturm sorgte. So stehen den kleinen Besuchern zwei riesigen Muscheln mit mehr als 100 000 Briefmarken(!) für die "Schatzsuche" zur Verfügung, in einem Quiz können sie ihr Briefmarken-Wissen zum Besten geben und dabei tolle Preise gewinnen.

 

Für die "kleinen und großen" Besucher bietet unser Stand wieder viel Wissenswertes rund um das Thema "Briefmarke" sowie die Zeitschrift "Junge Sammler" und Sonderbriefumschläge für die Jugendmarken "Heimische Salzwasserfische".

Das Erlebnisteam Briefmarke der Deutschen Post wird mit einer mobilen Postfiliale von 10 - 16 Uhr vor Ort sein. Neben einem umfangreichen Angebot von Briefmarken wird es auch einen Sonderstempel anlässlich der Ausgabe der Jugendmarke "Kabeljau" geben.

Nähere Information bei Manfred Baltuttis, Fahrlander Weg 65, 13591 Berlin-Staaken oder E-Mail m.baltuttis@dphj-berlin-brandenburg.de

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ready for departure - AeroBerlin 2019

Um im Jahre 2019 die drei Jubiläen "100 Jahre Luftpost in Deutschland", "70 Jahre Luftbrücke Berlin" und "60 Jahre Forschungsgemeinschaft Berlin" mit einem würdigen philatelistischen Beitrag begehen zu können, werden der Internationale Aero-Philatelisten-Club "Otto Lilienthal" e. V. in Zusammenarbeit mit der FG Berlin vom 26. bis 28. April im Rathaus Berlin-Schöneberg eine Wettbewerbsausstellung im Rang 2/3 mit angeschlossenem Berlin-Salon ausrichten. Geplant ist zugleich die Durchführung des Jahreskongresses der Fédération Internationale des Sociétés Aérophilatéliques (F.I.S.A.).

Alle wichtigen Informationen werden die Veranstalter künftig auf einer eigenen Webseite unter www.aeroberlin2019.de publizieren. Schauen Sie doch schon mal vorbei.

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Das Feuer von Rio ist erloschen

Damit alle, die in den letzten Wochen intensiv die olympischen Wettkämpfe von Rio verfolgt haben, nun nicht in ein großes Loch der Langeweile fallen, empfehlen wir einen Blick auf den von Sammlerfreund Klaus-Jürgen Alde und dem OSPC betreuten Blog "Sportbriefmarken", der in den letzten Wochen viel Interessantes zum Thema Olympiade und Philatelie zu vermitteln wußte und auch in der Rückschau überaus lesenswert bleibt.

Klicken Sie mal rein! Sportbriefmarken - der Blog der Berliner Sportphilatelisten und legen Sie sich den Link zu Ihren Favoriten, denn auch in Zukunft wird auf der Seite wohl immer wieder etwas Spannendes zu lesen sein.

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Bitte frankieren! Ein Streifzug durch die Berliner Polizeiphilatelie

Unter dieser Überschrift präsentiert die Polizeihistorische Sammlung in Berlin eine Sonderausstellung mit Exponaten aus der Sammlung von Horst A. Deitrich, ehemaliger Kriminalbeamter und Vorsitzender der Internationalen Arbeitsgemeinschaft Polizeiphilatelie. Eröffnet wird die Schau während der Langen Nacht der Museen am 27. August 2016. Karten für die Lange Nacht gibt es in der Polizeihistorischen Sammlung oder an der Abendkasse. Sie kosten 18 Euro (ermäßigt 12 Euro) und gelten für alle Museen.

in der Folgezeit kann die Ausstellung noch bis zum 25. November 2016 jeweils zu den Öffnungszeiten der Polizeihistorischen Sammlung, Montag bis Mittwoch, 9.00 bis 15.00 Uhr, besichtigt werden. Der Eintritt kostet 2,00 Euro, ermäßigt 1,00 Euro. Am Donnerstag, 20. Oktober 2016, um 18 Uhr, wird Horst A. Deitrich zudem einen Vortrag "Der Gendarmenmarkt in Berlin - wie kam er zu seinem Namen? Ein Streifzug durch die Berliner Polizeiphilatelie" anbieten.

Neben der Besichtigung der Sonderausstellung lohnt sich auch ein Blick in die Polizeihistorische Sammlung, deren Anfänge im ausgehenden 19. Jahrhundert liegen, als das Königlich Preußische Polizeipräsidium zu Berlin ein Kriminalmuseum einrichtete, das "nicht nur eine Raritätenkammer, sondern auch eine Stätte des praktischen Studiums angehender Kriminalbeamter" sein sollte. Vieles aus dem Bestand dieses Museums ging in den letzten Kriegstagen 1945 und den Wirren der Nachkriegszeit verloren. Mit verbliebenen Sammlungsgegenständen und neuem Material wurde ab 1948 eine "Beratungsstelle zum Schutz gegen das Verbrechen" eingerichtet und 1951 durch den Polizeipräsidenten Dr. Johannes Stumm der Öffentlichkeit übergeben. Seither ist die Sammlung kontinuierlich ausgebaut worden. Im Fundus sind gegenwärtig ca. 3.500 Gegenstände, ca. 30.000 Fotos und ca. 10.000 Akten sowie 7.000 Bücher mit polizeihistorischem Bezug erfasst.

Die Polizeihistorische Sammlung ist seit 1988 im Polizeipräsidium am Platz der Luftbrücke 6 in 12101 Berlin-Tempelhof untergebracht. Führungen (auch außerhalb der Öffnungszeiten) können vereinbart werden.

Weitergehende Informationen zur Polizeihistorischen Sammlung finden Sie auf der Webseite www.phs-berlin.de

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"Tag der Briefmarke 2016" im Zeichen des Sports

Was liegt näher, als in diesem Jahr der Fußball-Europameisterschaften und der XXXI. Olympischen Spiele in Rio de Janeiro dem Sport auch in unserem philatelistischen Veranstaltungskalender einen besonderen Platz einzuräumen. So haben wir in Zusammenarbeit mit dem Olympia- und Sport-Philatelisten-Club Berlin die diesjährige Festverstaltung zum Tag der Briefmarke 2016 vorbereitet und wollen Sie an einen Ort einladen, an dem die Geschichte des Sports auf vielfältige Art und Weise lebendig wird. Freuen Sie sich auf einen Besuch im Sportmuseum Marzahn-Hellersdorf. Der 1. Vorsitzender der ARGE „Internationale Motivgruppen Olympiaden und Sport“ (IMOS), Herr Thomas Lippert, wird mit einem interessanten Vortrag an den Fackellauf Olympia – Berlin von 80 Jahren erinnern. Ein weiterer Programmhöhepunkt befindet sich gegenwärtig noch in der Vorbereitung. Seien Sie gespannt.

Die Festverstaltung zum Tag der Briefmarke 2016, zu der ich Sie im Namen des Vorstandes des Verbandes recht herzlich einlade, beginnt am Sonnabend, dem 24. September 2016, um 10.30 Uhr (Einlass 10.00 Uhr) im Sportmuseum Marzahn-Hellersdorf, Eisenacher Str. 121, 12685 Berlin (neben dem Eingang „Gärten der Welt“)

Ein Sonderstempel und eine Ganzsache sind vorbereitet. Belege können vor Ort oder über die Fachstelle Belegwesen (Peter Morgen, Am Dorfanger 11, 12529 Schönefeld, Tel. 030-32891293 oder Heinz Reibholz, Wasserstr. 8, 16767 Leegebruch, Tel. 03304-501954) bezogen werden.

Nachtrag vom 14.09.2016: Betrifft Parkmöglichkeiten
Am 19. September beginnen auf dem Gelände des Museums umfangreiche Baumaßnahmen, in deren Folge die Parkmöglichkeiten auf dem Gelände stark begrenzt sein werden. Autofahrer nutzen bitte den Parkplatz "Gärten der Welt" oder die kostenlosen Parkmöglichkeiten im gegenüberliegenden Wohngebiet.

Klaus D. Schult
Vorsitzender

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125 Jahrestag des ersten Gleitfluges von Otto Lilienthal - Beleg und Sonderpostbeförderung

Leben und Schaffen des 1848 in Anklam geborenen Luftfahrtpioniers Otto Lilienthal sind weitgehend mit Berlin und verschiedenen in der Umgebung der Stadt liegenden Orten verbunden. In einer aufgelassenen Sandgrube bei Derwitz gelangen ihm vor 125 Jahren, im Frühjahr 1891, die ersten Gleitflüge mit einem von ihm entwickelten und gebauten Flugapparat. Akribische Aufzeichnungen seiner Flugversuche und darauf basierende technische Verbesserungen seiner Apparate bildeten in den Folgejahren die Voraussetzung für immer weitere Gleitflüge. Aus anfänglich 25 Metern Flugweite wurden bald regelmäßig auf dem "Fliegeberg" in (Berlin-) Lichterfelde erzielte 80 Meter. In den Rhinower Bergen bei Stölln gelangen dann sogar 250 Meter-Flüge. Vor 100 Jahren, bei einem dieser Flugversuche nahe Stölln verunglückte Otto Lilienthal am 9. August 1896 schwer. Er starb am darauf folgenden Tag in der Berliner Universitätsklinik.

An den Pionier der Luftfahrt erinnert der Philatelisten-Verband Berlin-Brandenburg e. V. anlässlich der Briefmarkenmesse, die am 15. und 16. Oktober unter dem Berliner Funkturm stattfindet, mit einem Sonderbeleg. Passend zum Ganzsachenumschlag mit 70 Cent Wertzeicheneindruck ATM (Brandenburger Tor) wurde in Zusammenarbeit mit dem Team Erlebnis: Briefmarken der Deutschen Post AG ein Sonderstempel entworfen, der im Abbild das Lilienthal-Denkmal in Derwitz zeigt.

Zusätzlich bietet der PhVBB, unterstützt vom Luftsportclub Interflug Berlin e. V., allen interessierten Sammlern die Möglichkeit einer Sonderpostbeförderung ihrer Belege mit einem Segelflugzeug an. Die Belege werden - je nach Witterungslage - in der Woche nach der Messe ihren Rundflug antreten und erhalten anschließend einen entsprechenden Cachetstempel. Für die Sonderpostbeförderung sind zusätzlich 50 Cent zu entrichten, ansonsten erhalten Sie den Ganzsachenumschlag für 2,50 Euro gestempelt bzw. 2,00 Euro blanko während der Berliner Briefmarkenmesse am Informationsstand des PhVBB. Eine Bestellung über die Fachstelle Belegwesen des Verbandes, Herrn Peter Morgen, Am Dorfanger 11, 12529 Schönefeld, Tel.: 0 30-32 89 12 93, E-Mail: pm@morgana-edition.de ist ebenfalls möglich.

Weitere Belegangebote des Verbandes zum Tag der Briefmarke und zur Briefmarkenmesse Berlin finden Sie unter Angebote.

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Beleg zum Eisenbahnjubiläum aus Cottbus

Das Jubiläum "150 Jahre Eisenbahn Berlin-Cottbus" begleiteten die Sammlerfreunde des Cottbuser Vereins mit einem Sonderumschlag, der im Zudruck einen Ausschnitt aus dem Kottbusser Wochenblatt vom 15. September 1866 mit der Mitteilung über die Eröffnung des Eisenbahnverkehrs zwischen Berlin und Cottbus zwei Tage zuvor. Klar, dass solch ein Beleg eine Sonderpostbeförderung verdient. Mit einem Triebwagen LVD 772 reiste der Brief zwischen Bahnbetriebswerk und Bahnhof, bevor er mit dem Tagesstempel Cottbus-Bahnhof versehen den Weg zum Empfänger antrat. Dieser bedankt sich hiermit recht herzlich - für den Beleg und die gelungene Form von Öffentlichkeitsarbeit des Vereins.

kds

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Festveranstaltung zum Tag der Briefmarke 2016

Ein strahlender Herbsttag bildete den Rahmen für die diesjährige Festveranstaltung zum Tag der Briefmarke 2016 in Berlin-Brandenburg. Während die Berliner Innenstadt an diesem 24. September bereits vom bevorstehenden Berlin-Marathon dominiert wurde, herrschte rund um das Sportmuseum Marzahn-Hellersdorf beschauliche, fast ländliche Ruhe. Anders dagegen im Museum selbst. Rund 60 Sammlerinnen und Sammler hatte sich hier versammelt, um gemeinsam ihren jährlichen Festtag zu begehen. Gut gelaunt und erwartungsvoll blickten sie den Darbietungen diese Tages entgegen, die sich um die Themen "Erster olympischer Staffellauf Olympia - Berlin vor 80 Jahren" und "Der deutsche Leistungssport nach den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro 2016" drehen sollten. Mit Thomas Lippert, 1. Vorsitzender der IMOS, und dem ehemaligen Sportreporter und Mitglied des OSPC, Klaus-Jürgen Alde, standen zwei Referenten in den Startlöchern, die im weiteren Verlauf der Veranstaltung mit ihren Darlegungen die großen Erwartungen der Festtagsgäste zu erfüllen wußten. Zurückgreifend auf eine Fülle interessanter Dokumente und philatelistischer Belege entwickelte Sammlerfreund Lippert ein anschauliches Bild des Staffellaufs Olympia - Berlin vor 80 Jahren. Dass der Fackellauf bis in die Gegenwart seinen besonderen Reiz nicht verloren hat, verdeutlichten seine anschließenden Ausführungen zu den Olympischen Spielen nach 1945. Sammlerfreund Alde führte die Zuhörer mit seinem Vortrag in die unmittelbare Gegenwart und zu den mit Blick auf die olympischen Spiele von Rio de Janeiro entstandenen Fragen über die Zukunft des deutschen und internationalen Leistungssport. Zahlreiche Problemfelder wurden angesprochen und in ihrer Wechselwirkung beleuchtet - genügend Stoff zum Nachdenken und Diskutieren für alle Teilnehmer.

Die Veranstaltung zum Tag der Briefmarke bot auch in diesem Jahr den würdigen Rahmen, verdienstvollen Sammlerfreunden Dank und Anerkennung auszusprechen. Unter dem großen Beifall der Anwesenden konnte Dr. Peter Tichatzky die als Literaturpreis des Bundes Deutscher Philatelisten gestiftete "Kalckhoff-Medaille" für sein umfangreiches publizistisches Schaffen entgegennehmen. Dr. Schult, der die Medaille im Auftrag des BDPh überreichte, würdigte in seiner Laudatio neben den publizistischen Arbeiten des Geehrten auch dessen umfangreiche Vortragstätigkeit. Als profunder Kenner des Sammelgebietes DDR habe Dr. Tichatzky mit seinen Büchern und seinem persönlichen Auftreten in den Vereinen Dank und Anerkennung gefunden. Die Mitglieder der Verbandes seien stolz, den Geehrten in ihren Reihen zu haben.

Mit Ehrennadeln des BDPh in Bronze und Silber wurden verdienstvolle Sammlerfreunde aus Berlin-Hohenschönhause, Angermünde, Cottbus und Neubrandenburg ausgezeichnet. Dr. Schult, der die Auszeichnungen vornahm, dankte allen Geehrten für ihre aktive Arbeit in den Vereinen und im Verband.

Ein besonderer Dank ist an dieser Stelle noch einmal Herrn Turowski und seinen aktiven Helfern vom Sportmuseum Marzahn-Hellersdorf zu sagen. Wir haben uns im Haus des Sports in der Eisenacher Straße sehr wohl gefühlt. Der Tag wird uns in guter Erinnerung bleiben.

Text: kds; Fotos: B. Tiedt und K. Schult

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Philatelie als Kulturwissenschaft. Tagungsbeiträge veröffentlicht

In der Zeitschrift "DAS ARCHIV. Magazin für Post- und Telekommunikationsgeschichte", Heft 3 vom September 2016, mit dem Titel "Philatelie als Kulturwissenschaft", sind die folgenden Beiträge der Berliner Tagung vom 15. und 16. Januar 2016 erschienen:

  • Detlev Schöttker: Philatelie als Kulturwissenschaft? Zur Geschichte eines unvollendeten Projekts (S. 6)
  • Frank Zöllner: "Im Geistesverkehr der Welt". Aby Warburg und die Philatelie (S. 14)
  • Oliver Götze: Post aus Fiume. Frühe Beispiele von Propaganda auf Briefmarken (S. 22)
  • Silke Plate: Protest mit Nominalwert. Die Nachahmung von "Post" in der polnischen Oppositionsbewegung der 1980er-Jahre (S. 30)
  • Tom Steinert: Unerschöpfliche Vielgestaltigkeit. Zur grafischen Sprache Otto Rohses (1925-2016) (S. 38)
  • Dirk Naguschewski: Inoffizielle Briefmarken-Welten. Künstlerische Positionen zu einem kleinen Stückchen Papier (S. 46)

Quelle: www.hsozkult.de/journal/id/zeitschriftenausgaben-9866

Über die Tagung haben wir in der "berlin-brandenburg philatelie", Heft 1/2016, ausführlich berichtet. Weitere Informationen finden Sie auf dieser Seite unter der Überschrift Briefmarken Bilder.

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Up, Up and Away...

... so der Titel eines Songs von Jimmy Webb aus dem Jahre 1967 – ein Ohrwurm aus meiner Jugendzeit, der wieder von mir Besitz ergriff, als ich mich diese Woche auf den Weg zum Flugplatz des Luftsportclubs Interflug Berlin nach Friedersdorf (Gemeinde Heidesee) begab. Der Wetterbericht hatte ein paar Stunden ohne Regen versprochen und vom Luftsportclub war mir kurz zuvor per Telefon signalisiert worden, dass man diese Zeit zu einigen Trainingsflügen nutzen würde. So standen die Aussichten für eine erfolgreiche Sonderpostbeförderung der in beträchtlicher Zahl anläßlich der Briefmarkenmesse Berlin eingelieferten Briefe und Karten nicht schlecht.

Anders als im Songtext aus den endsechziger Jahren sollte unsere Post allerdings nicht mit einem schönen Ballon, sondern mit einem Segelflugzeug "up-heben", wollten wir doch mit unserer Sonderpostbeförderung an den 125. Jahrestag des ersten Gleitfluges durch Otto Lilienthal 1891 erinnern.

Nach ca. 50 Minuten Autobahnfahrt lag das Flugfeld, auf dem bereits reger Betrieb herrschte, dann vor uns. Immer wieder stiegen Segelflugzeuge, von einer Winde gezogen, auf rund 500 Meter Flughöhe auf und kehrten nach einigen Runden in der Luft wieder zum Boden zurück. An den Steuerknüppeln zumeist Flugschüler, die im Rahmen eines Herbstlagers ihr fliegerisches Können verbessern wollten. Zu ihnen gehörte auch Leon Sander, der mit dem Segelflugzeug Puchacz D-2655 unsere Post in die Luft und wieder sicher zur Erde brachte. Ihm und dem Luftsportclub Interflug Berlin sagen wir hier herzlichen Dank.

Versehen mit einem Cachestempel in Rot, der die Sonderpostbeförderung dokumentiert, wird die "Flugpost" in den nächsten Tagen nun zum Weitertransport der Deutschen Post AG (wo sie den Lilienthal-Sonderstempel erhält) bzw. der PIN-AG übergeben und sollte in absehbarer Zeit bei den zahlreichen Empfängern im In- und Ausland eintreffen. (kds)

Fotos: M. und K. Schult

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Aus Notmarken werden Ersatzmarken bei der PIN Mail Brandenburg

Ab Mai 2016 werden bei der PIN Mail GmbH Woltersdorf sogenannte Ersatzmarken für die Frankierung verwendet. Die Marken der Briefmarkenserien "Storkow & Heidensee", "Tourismus Ostbrandenburg" und "Feuer und Flamme – Frankfurter Handball Club" sind weitgehend aufgebraucht.

Ersatzmarken wurden bereits 2008 zur Frankierung verwendet. Damals hat man sie als Notmarken bezeichnet und lt. eigener Angabe der PIN Mail GmbH Woltersdorf erstmals am 10.11.2008 für den Standardbrief zu 0,52 € und am 13.05.2009 für die Postkarte zu 0,45 € herausgegeben.

   

Aus der damaligen Notmarke im schlichten Strichcode-Kleid und perforiertem Rollenformat wurde 8 Jahre später eine Ersatzmarke in ähnlich anspruchsloser Ausführung. Hat man 2008 noch davon abgesehen, die Notmarke auch selbst mit dem Stigma "Notmarke" zu versehen, muss die Ersatzmarke quasi mit diesem Makel leben. Offensichtlich war man dann doch der Ansicht, dass eine Ersatzmarke nicht auch noch "Ersatzmarke" heißen muss und hat – wohl in der Not – eine weitere Ersatzvariante kreiert, wohl besser nur geschaffen. Kreiert haftet die Vorstellung einer künstlerischen Mitwirkung bei der Gestaltung an. Da die Not wohl sehr groß war, hat man gleich das ganze Portospektrum verwirklicht. Von der Postkarte bis zum Großbrief sind alle 4 Portostufen in diversen Varianten vertreten.

Die Not soll bald ein Ende finden. Für den 01.11.2016 ist die Neuausgabe von Marken geplant. Darüber hinaus sind für den 01.12.2016 neue Portostufen angekündigt.

Karl-Heinz Kriebisch – Freundeskreis "Sammler der PIN Mail"

Der Bericht von Karl-Heinz Kriebisch findet eine Ergänzung durch zwei weitere Meldungen, die Arbeit der privaten Postdienstleister in Brandenburg betreffend. So hat die Firma CBB CityBriefBote GmbH im Oktober ihre Kunden über Preisanhebungen zum 1. Dezember 2016 informiert. Gründe seien "der Druck der Kostenerhöhungen und der gesetzlich geltende Mindestlohn". Entsprechend steigt der Preis für die Postkarte von 38 Cent auf 45 Cent, für den Standardbrief von 55 auf 65 Cent. Der Kompaktbrief soll künftig 83 Cent, der Großbrief 1,42 Euro und der Maxibrief 2,56 Euro kosten. Angehoben werden zudem die Preise für die Zusatzleistung Einschreiben.

Des Weiteren haben die Gesellschafter der PZO GmbH mitgeteilt, dass sie das Geschäft "Märkische Post" zum Ende des Monats Oktober aus betriebswirtschaftlichen Gründen einstellen müssen. Der Geschäftsbetrieb, so wurde versichert, werde bis zum 31.10.2016 zuverlässig aufrechterhalten. Für die Zeit danach wurden die Kunden auf die Postdienstleister CBB CityBriefBote GmbH bzw. PIN Mail verwiesen.

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Neues von der PIN Mail GmbH Brandenburg

Mit dem 29. Oktober 2016 ist die Zeit der Ersatzmarken beendet. Vorfristig änderte die PIN Mail GmbH zum 1. November 2016 das Porto und brachte eine neue Briefmarkenserie „Postversand und Umwelt“ mit den angepassten Wertstufen zur Ausgabe. Hierbei handelt sich um den Ersttag; ein Verkauf der Marken erfolgte regulär erst am 1. November 2016, denn sonnabends haben alle Depots der PIN Mail GmbH geschlossen und der 31. Oktober 2016 war im Land Brandenburg ein Feiertag (Reformationstag).

Fazit: Die Inlandswertstufen (außer bei der Postkarte 0,45 €) liegen jeweils um 5 Cent unter denen der Deutschen Post AG, ohne dabei den weiteren Vorteil der im Preis enthaltenen Mehrwertsteuer zu berücksichtigen, die Unternehmen vom Finanzamt erstattet bekommen.

Zur neuen Markenausgabe wird es in Eisenhüttenstadt einen Sonderstempel (Ersttagsstempel) und ein Souvenirblatt geben. Beide liegen jedoch derzeit noch nicht vor.

Hier nun noch ein paar Ergänzungen:

WertstufeAuflageGestalter
0,45 € Postkarte 40.000Vilma Schmidt
0,65 € Standardbrief350.000Vilma Schmidt
0,80 € Kompaktbrief 40.000Alexander Neumaier
1,40 € Großbrief 90.000Alexander Neumeier
2,55 € Maxibrief 10.000Vilma Schmidt

Bei den Gestaltern handelt es sich um Studenten der Universität der Künste in Berlin.

Die Originalgrafiken werden zu Gunsten des Vereins Löwenkinder e.V., der Kinder mit lebensverkürzenden Krankheiten betreut, in Frankfurt/Oder versteigert.

Klaus-Dieter Stamm, Berlin

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Feierliche Präsentation des Sonderpostwertzeichens "Weihnachten 2016"

Seit dem 2. November 2016 ist sie bereits in den Verkaufsstellen der Deutschen Post erhältlich, die Weihnachtsbriefmarke 2016. Als Motiv diente eine der schönsten Szenen der Weihnachtsgeschichte, die Verkündigung der Geburt Jesu durch den Engel des Herrn, der herabgekommen ist zu den Hirten auf dem Feld, weit draußen in dunkler Nacht. Ihnen, die am Rande stehen, die arm sind und verängstigt, bringt er seine Botschaft: "Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude". Vieltausendmal ist die Szene ins Bild gebracht worden, so auch in einer Miniatur im Hortus Deliciarum, einer von der Herrad von Landsberg im 12. Jahrhundert verfassten Enzyklopädie. Derer bedienten sich die Grafiker Stefan Klein und Olaf Neumann aus Iserlohn - beide waren zur Präsentation unter den Gästen - bei der Gestaltung ihres Markenentwurfs.

Offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt wurde die Weihnachtsmarke 2016 am 22. November im Caritas-Seniorenzentrum Kardinal Bengsch in Berlin-Charlottenburg. Der Bundesminister der Finanzen, Dr. Wolfgang Schäuble, würdigte vor den zahlreich erschienen Gästen, darunter auch zahlreiche Bewohner der Senioreneinrichtung, das ehrenamtliche Engagement vieler, das man von seiten des Finanzministeriums mit der Herausgabe von "Plusmarken" unterstützen und fördern wolle. Und er dankte all denen, die diese Marken kaufen würden. So habe sich im Jahre 2015 der Gesamterlös aller Plusmarken auf ca. 10 Millionen Euro summiert.

Mit einem Frankaturwert von 70 Cent ist die Weihnachtsmarke bestens zur Freimachung der Weihnachtspost geeignet. Und mit dem Plus von 30 Cent kann jeder Käufer der Marke dann auch gleich noch "Gutes tun", wie auf dem Bogenrand der Marken zu lesen ist. Empfänger des Zusatzerlöses aus dem Verkauf der Marken ist die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e. V.

Text: kds, Fotos: M. und K. Schult

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Dr. Jürgen Daube verstorben

Am 18.11.2016 verstarb nach kurzer Krankheit der langjährige Vorsitzende des Köpenicker Vereins, Herr

Dr. Jürgen Daube

Geboren am 1. März 1935 in Plauen/Vogtl., von Beruf Diplom-Physiker und langjähriger wissenschaftlicher Mitarbeiter am Frankfurter Institut für Halbleiterphysik der AdW, wurde er am 1.11.1976 Mitglied des Philatelistenverbandes der DDR. Seit den 80er Jahren war er Mitglied der Arbeitsgemeinschaft in Berlin-Friedrichshagen und beschäftigte sich dort thematisch mit dem Leben und Werk von Karl Marx. Später überzeugte ich ihn, sich doch verstärkt postgeschichtlichen Bereichen zuzuwenden, wobei er darin später Erfüllung und Anerkennung fand. Seine zu Papier gebrachten Ergebnisse zu den Postgeschichten von Köpenick, Friedrichshagen, Oberschöneweide, Erkner, Karlshorst u. a. und seine postgeschichtlichen Wettbewerbsexponate brachten ihm Anerkennung und Erfolg. Später kam die Beschäftigung mit der postgeschichtlichen Betrachtung der Einheit Deutschlands 1990 hinzu.

Seit 1996 übernahm er das Amt des Vorsitzenden des Köpenicker Vereins, nachdem der Vorsitzende selbst den Vorsitz im Verband Berliner Philatelisten-Vereine e.V. übernommen hatte. Er betrachtete diese Arbeit neben seiner Vortragstätigkeit in den Berliner Vereinen zu vielfältigen Themen seiner philatelistischen Forschung als Verpflichtung und Erfüllung.

Für sein vielseitiges Engagement wurde er mit der Verdienstnadel des BDPh in Silber ausgezeichnet.

Der Verein verliert in ihm einen aufrichtigen Menschen mit guter Führungstätigkeit, einen post- und geschichtlich interessierten Philatelisten und einen lieben Freund.

Im Namen des Vorstandes und der Mitglieder des BSV Köpenick 1907 e.V.
Peter Süss
Stellv. Vorsitzender

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