Chronik 2012


Wahre Werte: Wohlfahrtsmarken

Die Präsentation der diesjährigen Wohlfahrtsmarken brachte eine seltene Überraschung: Die TV-Nachrichten mehrerer Sender brachten Bilder von der Präsentation der Wohlfahrtsmarken im Schloss Bellevue! Das kommt selten vor, sind das doch Beiträge, die sonst meist unter den Tisch fallen oder allenfalls von den Regionalsendern einen Platz eingeräumt bekommen. In diesem Jahr zeigte bereits die starke Medienbeteiligung aber deutlich den Schwerpunkt des Medieninteresses: Man war deutlich auf den Hausherrn, Bundespräsident Christian Wulff fokussiert, wohl in der Hoffnung, Neues zu den derzeit drängenden Fragestellungen an den Präsidenten zu erfahren, was aber eher nicht der Fall war. Die Marken gaben wohl nur den Rahmen für die Berichterstattung, aber dadurch kamen sie endlich auch einmal in die Nachrichten!

Wahre Werte bieten die (diesmal nur) drei Werte, "Edelsteine, denen Farbe, Reinheit, Schliff, Glanz, Gewicht und Seltenheit grenzenlose und weltweite Wertschätzung verleihen", so die Erklärung des Parlamentarischen Staatssekretärs beim Bundesfinanzminister, Hartmut Koschyk, gegenüber dem Bundespräsidenten als Schirmherrn. Drei Edelsteinschleifer boten dann auch unmittelbar einen Einblick in ihre verantwortungsvolle Arbeit und präsentierten bezaubernde Ergebnisse.

Bundespräsident Wolff und Staatssekretär Koschyk
in Würdigung der Edelsteinschleifarbeit
Autogrammstunde beim Bundespräsidenten:
Hans-Joachim Deichert und Frau Friederike
vom Briefmarkenverein Cham

Koschyk betonte die ausgezeichneten Entwürfe der Grafikerin Julia Warbanow, der es zusammen mit der Druckerei Enschedé gelungen sei, den Marken einen besonderen, die Wirkung betonenden Glanz zu verleihen. Gemeinsam mit Oberkirchenrat Stockmeyer, dem Präsidenten der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege würdigte Koschyk das Engagement der ehrenamtlichen Verkäufer der "Marken mit dem Plus", fließe doch der Zuschlagserlös unmittelbar in die soziale Arbeit der Verbände ein.

Präsident Stockmeyer dankte vor allem auch den Philatelisten, die den größten Anteil unter den Käufern der Zuschlagsmarken stellen. Interessant war sein Vorschlag, Juweliere und andere Firmen der Edelstein- und Schmuckbranche sollten doch möglichst ebenfalls diese Marken kaufen und für ihre Geschäftspost nutzen. Als Vertreter der Philatelie waren Dr. Eckart Bergmann, Vorsitzender des Verwaltungsrates des BDPh, Bundesvorstandmitglied Theodor-Herbert Kroog und Frank Walter als Vorsitzender des Berliner Verbandes sowie der Präsident des Händlerverbandes Arnim Hölzer der Einladung gefolgt. Und zu unserer Freude trafen wir den Vorsitzenden des "Vereins der Briefmarkenfreunde Cham und Umgebung e. V.", Hans-Joachim Deichert, der gemeinsam mit seiner Frau Friederike für ihr ehrenamtliches Engagement als Markenverkäufer für das Rote Kreuz nach Berlin gebeten worden waren.

Frank Walter (AIJP)

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Erfolgreiches Seminar in Wildau

Rund 40 Sammler aus Brandenburg und Berlin nutzten am 18. Februar das nun schon zum neunten Mal ausgerichtete Winterseminar des Landesverbandes, um sich von kompetenten Referenten über das Sammelgebiet Luft- und Ballonpost informieren zu lassen. Wenngleich eher zufällig, der Termin der Weiterbildungsveranstaltung passte in hervorragender Weise zum Thema, fand doch am 18. Februar vor 101 Jahren in Indien (Allahabad) die erste offizielle Postbeförderung mit einem Flugzeug statt. Der 18. Februar ist zugleich der Tag, an dem vor 100 Jahren mit einem Grade-Flieger der bereits legendäre Postflug von Berg nach Brück über 8 Kilometer absolviert wurde. Wenige Wochen später, am 19. Mai 1912, startete man dann zum ersten offiziellen Postflug der Deutschen Reichspost von Mannheim nach Heidelberg.

Auf diese und andere Daten aus der Geschichte der Luftpost ging Wolfgang Porges (Berlin), Generalsekretär der FISA, in seinem Vortrag ebenso ein wie auf die vielen Themenbereiche und Sammelgegenstände, die sich unter dem großen Thema Aerophilatelie zusammenfinden. Interessant und anregend seine Abbildungen von Flugpostbelegen (einschließlich Zeppelin-, Katapult- oder Katastrophenpost), von Sonderstempeln, Flugpostmarken und -vignetten usw., die mit profundem Wissen in einen philateliehistorischen Kontext gestellt wurden.

W. Porges referiert über
das Thema Luftpost
Auditorium D. Zimmermann bei seinem
unterhaltsamen Vortrag
Geschichte der Ballonpost,
dargeboten von F. Walter
Zuhörer An der Technik - Sfr. Wasmund

Dietmar Zimmermann (Neuhardenberg) zeigte in seinem Beitrag ausgewählte Beispiele aus der Geschichte der Luftpost der DDR und stellte - zum Vergnügen der Zuhörer - dar, mit welchen Problemen sich Sammler in der DDR mitunter herumschlagen mußten, um an internationale Belege zu gelangen. Auch seine Ausführungen zum Themenbereich Luftpost und Heimatgeschichte stießen auf lebhaftes Interesse.

Nach einer wohlverdienten Pause, in der die Wildauer Sammlerfreunde in bewährter Weise für Speis und Trank sorgten, beschloss Frank Walter (Berlin) mit einem Vortrag über die spannende Geschichte der Ballonpost - beginnend mit den ersten Aufstiegen des Heißluftballons der Gebrüder Montgolfiere über die Versuche, aus der von deutschen Truppen im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 belagerten Stadt Paris Briefe und Postkarten mit Ballonen zu verschicken, bis zu heutigen Benefizveranstaltungen, bei denen sich Postbeförderungen mit Ballonen großer Beliebtheit erfreuen.

Am Ende waren sich alle Teilnehmer einig: Es hat sich wieder einmal gelohnt, den Weg zum Winterseminar auf sich zu nehmen.

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Übergabe der Sonderpostwertzeichen FÜR DEN SPORT 2012

Am 5. März wurden die Sporthilfe-Marken offiziell von Bundesfinanzminister Schäuble übergeben.

Die ausgewählten Motive zielen auf drei der sportlichen Höhepunkte des Jahres:

  • die Tischtennis-Team-Weltmeisterschaft in Dortmund,
  • die Fußball-EM in Polen und der Ukraine sowie
  • die Olympischen Sommerspiele LONDON 2012.

Gewohnt sportlich ging es bei der Übergabe der neuen Sonderpostwertzeichen-Serie "Für den Sport" zu. Bundesfinanzminister Schäuble überreichte die begehrten Weißen, Roten und Grünen Mappen mit den neuen Marken an seinen Kollegen, den "Sportminister" Friedrich, die Grafiker und Repräsentanten des deutschen Sports. In ihren kurzweiligen Reden unterstrichen die Minister, welchen hohen Stellenwert der Sport in der Gesellschaft habe.

An der beachtlichen Bilanz der Sporthilfe, die nicht primär auf jene Sportlerinnen und Sportler ziele, die durch ihre Erfolge ohnehin schon eine wirtschaftliche Unabhängigkeit erlangt haben, hätten die Briefmarken einen hohen Anteil. Und so wurden die Philatelisten in den Dank einbezogen. Auch sie gehören zu den zwei Dritteln der Bevölkerung, die sich jüngsten Umfragen zufolge über Medaillenerfolge der deutschen Sportler freuen.

Besonders gespannt waren die Teilnehmer auf den Auftritt der Tischtennis-Stars Timo Boll und Dimitri Ovtscharov, die unter den Augen des Bundestrainers Jörg Roßkopf eine kleine Demonstration ihres Könnens ablieferten. Sie wurden mit den besten Wünschen für ein erfolgreiches Anschneiden bei der am 25. März beginnenden Tischtennis-Team-WM in der Dortmunder Westfalenhalle verabschiedet.

Auf Einladung der Stiftung Deutsche Sporthilfe nahmen fast dreißig Philatelisten aus dem Berliner und Brandenburger Landesverband, dem OSPC Berlin und der IMOS an der Veranstaltung teil.

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Philatelisten ehrten Kosmonauten

Mit einer Präsentation von Fotografien, Pressematerialien und vor allem philatelistischen Dokumenten gratulierten das "Russische Haus der Wissenschaft und Kultur" in Berlin und der "Verein der Briefmarkenfreunde Russland/UdSSR Berlin e.V." im BDPh zwei bedeutenden Kosmonauten zum 75. Geburtstag: Nur knapp vier Wochen auseinander liegen die Geburtstage von Valentina Tereschkova und Sigmund Jähn im Jahre 1937.

In einer Feierstunde am 9. März wurde die Ausstellung in Anwesenheit von Sigmund Jähn eröffnet, der mit dem Weltraumflug der Sojus 31 im Jahre 1978 als erster Deutscher im All war. Jähn, der seit 1978 zusammen mit seinem sowjetischen Kameraden Bykowski auch Ehrenbürger Berlins ist, unterhielt die Anwesenden mit einigen Episoden aus seiner Bekanntschaft mit Valentina Tereschkova. Beide Familien hatten zu ihrer aktiven Zeit Tür an Tür im gleichen Hochhaus im „Sternenstädtchen“, dem Weltraumbahnhof Baikonur in der kasachischen Steppe gelebt. Nach einem Geburtstagsgeschenk vom Russischen Haus („Alles Gute für die nächsten 75 Jahre!“) und Blumen vom Philatelisten-Verein sowie einem Glas Wein konnte Jähn mit seinen Gästen die Exponate bewundern, bevor eine Vielzahl von Gesprächen, Foto- und Autogrammwünschen den Weltraumpionier völlig in Beschlag nahm.

Die Ausstellung in der Friedrichstraße 176 in Berlin-Mitte war bis zum 23. März 2012 zu besichtigen.

Frank Walter (VBPhV)

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Vom Getreide- zum Kunstspeicher

Im Jahr 1922 wurde im Auftrag von Bodo von der Marwitz auf den Mauern eines Vorgängerbaus aus dem Jahre 1891 der Speicher in Friedersdorf errichtet. Das Gebäude wurde bis Ende der 1980er Jahre landwirtschaftlich genutzt. Die mechanischen Anlagen zur Förderung des Getreides auf die fünf Lagerböden kann man in dem technischen Denkmal besichtigen.

Nach der Wende wurde das Gut Friedersdorf durch Hans-Georg von der Marwitz übernommen und ausgebaut. Der Speicher wurde instandgesetzt und bietet heute neben dem Speicherladen und der Gaststätte auf zwei Böden Raum für Kunstausstellungen und Veranstaltungen.

Im Februar 1992 gründete sich der Freundeskreis Friedersdorf e.V. als Betreiber von Museum und Ausstellung. Am 24. März 2012 feiern die Mitglieder des Freundeskreises das zwanzigjährige Bestehen ihres Vereins mit der Eröffnung einer Kunstausstellung. 60 Künstlerinnen und Künstler werden über 90 ihrer Arbeiten ausstellen und zum Verkauf anbieten. Der Erlös kommt dem Freundeskreis für den weiteren Ausbau des Speichers zugute.

Gemeinsam mit dem Erlebnisteam Briefmarke richtete der Philatelistenklub Seelow e.V.am 24.03.2012 im Speicher ein Sonderpostamt ein und bot den abgebildeten Beleg an. Den Zudruck der Ganzsache und den Sonderstempel hat der Künstler Gert Dunker entworfen.

Sonderstempel Friedersdorf GS Friedersdorf
Sonderstempel zur Saisoneröffnung Der Ganzsachenbeleg

Informationen zum Speicher Friedersdorf finden Sie unter www.kunstspeicher-friedersdorf.de

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"Es geht mir gut" – Deutsche Feldpost von 1870 bis 2010

Unter diesem Titel wurde im "Militärhistorischen Museum (MHM) der Bundeswehr Flugplatz Berlin-Gatow", dem früheren "Luftwaffenmuseum", am Donnerstag, dem 29. März 2012 eine beeindruckende Sonderausstellung eröffnet, die es in dieser Art bisher nicht gegeben hat. Der Leiter, Oberstleutnant Ralf-Gunter Leonhardt, begrüßte die außergewöhnlich zahlreichen Gäste und stellte die Intention der Ausstellung heraus, die "Feldpost" als ganz besondere Form zwischenmenschlicher Kommunikation zu beleuchten.

Dr. Veit Didczuneit, Abteilungsleiter "Sammlungen" im Museum für Kommunikation, unterstrich in seiner eindrucksvollen Einführungsrede die Dichte und Ausführlichkeit der Präsentation von Feldpost in dieser Ausstellung. Es war ihm ein wichtiges Anliegen, unter der Definition "Feldpost ist Kriegspost" diese als Mittel historischer Forschung intensiv zu nutzen. Sich und den Zuhörern stellte er aber auch die Frage, ob denn die Aussage "Es geht mir gut" immer der Wahrheit entsprochen habe oder lediglich eine der Beruhigung der Angehörigen dienende Floskel gewesen sei. Seine Ausführungen machten deutlich, dass Feldpostbriefe aussagekräftige Zeitzeugnisse seien, die quellenkritisch zu hinterfragen seien. Damit ging er über die "philatelistische Dimension" der Feldpost mit allen ihren Facetten weit hinaus.

Im hochrangigen Publikum sah man neben Werner E. Ablass, Staatssekretär a. D. und "Beauftragter für Sonderaufgaben im Bereich der Bundeswehr in den neuen Bundesländern", auch Generalleutnant Rainer Glatz, Befehlshaber Einsatzführungskommando der Bundeswehr, Oberst Dr. Hans-Hubertes Mack, Amtschef des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes der Bundeswehr sowie Fregattenkapitän d. Res. Diethelm Scholle, Feldpostbeauftragter der Deutschen Post DHL. Die Philatelie war durch die Landesvorsitzenden Berlin, Frank H. Walter, und Brandenburg, Dr. Klaus-Dieter Schult, sowie eine große Anzahl von Mitgliedern beider Landesvorstände und der örtlichen Vereine vertreten.

Für die Besucher der Ausstellung, die noch bis 31. Oktober 2012 geöffnet ist, war eigens ein Sonderfeldpostamt der Bundeswehr vom 29. März bis 1. April 2012 eingerichtet worden. Die Berliner Philatelisten hatten sich etwas besonders einfallen lassen, und eine attraktive "Marke individuell" aufgelegt. Als Motiv war in Zusammenarbeit mit dem MHM der Tower des Flugplatzes Gatow gewählt worden. Der Verband hatte "echt gelaufene" Sendungen mit dem "Sonderfeldpost-Stempel" vorbereitet, die von zahlreichen Interessenten angefordert wurden.

Franz-Josef Pütz (AIJP)

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Erfolgreiches Seminar in Glienicke

"Sammelgebiet Osteuropa" - unter diesem Thema stand das gemeinsame Seminar der Landesverbände Brandenburg und Berlin, das am 5. Mai 2012 in der Fortbildungsstätte "Jagdschloss Glienicke" stattfand.

Wieder waren zahlreiche Sammlerfreundinnen und -freunde aus beiden Verbänden der Einladung zur philatelistischen Weiterbildung gefolgt. Ihnen wurden drei inhalts- und abwechslungsreiche Vorträge geboten. Peter Girlich (Leipzig) referierte zum Thema "Ungarische Markenausgaben bis 1945" und vermittelte darüber hinaus manch wichtige Information zur gegenwärtigen Emissionspolitik der ungarischen Post.Aufbauend auf einem profunden Kenntnisstand gab anschließend Dr. Wolfgang Leupold (Schleiz) einige Einblicke in das Sammelgebiet Rußland/UdSSR. Mit einer gelungenen Präsentation stellte abschließend Bogdan Pelc (Berlin) das Sammelgebiet Polen vor. Die Möglichkeit zur Diskussion wurde wie immer intensiv genutzt und viele Fragen wurde auch in den Pausengesprächen eingehend erörtert.

Blick ins Auditorium P. Girlich Interessierte Zuhörer
Dr. Leupold Anhaltendes Interesse B. Pelc

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Marke Individuell zum Berlinjubiläum

Berlin feierte seinen 775. Geburtstag und die Philatelisten feierten mit. Zum Jubiläum wurden auf der Briefmarkenmesse Berlin International am 6. und 7. Oktober 2012 - herausgegeben vom Verband Berliner Philatelisten Vereine e. V. - verschiedene Sonderumschläge und -stempel angeboten, darunter auch ein Beleg mit einer Marke Individuell zum Jubiläum "775 Jahre Berlin".

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Berlinerin siegt in Schaan/Liechtenstein

Eine Berlinerin ist Siegerin auf der multilateralen Neuheitenschau an der LIBA 2012 in Schaan/Liechtenstein

Im Internet wurde gemeldet:
Die Sieger der multilateralen Neuheitenschau an der LIBA 2012:

1. Platz: Barbara Ketterer (D), "Bemalte Umschläge"
2. Platz: Werner Stalder (CH), "Der Phila-Baum im Jahreskreis"
3. Platz: Erich Bumbach (CH), "Bumbis Mosaik 2"

Wir gratulieren unseren Gewinnern und bedanken uns noch einmal herzlich bei allen für die rege Teilnahme! (LIBA 2012)

Herzliche Gratulation auch vom Berliner Philatelisten-Verband! Die Siegerexponate werden Ende Oktober auf der Messe Sindelfingen zu sehen sein. Vorher aber können wir das Siegerexponat Barbara Ketterer "Bemalte Umschläge – Post aus Berlin" auf der Briefmarkenmesse in Berlin (6.-7.10.2012) zeigen. Ein Hinweis: Einer der offiziellen Berliner Messebelege zeigt die Reproduktion einer Collage von Barbara Ketterer, in deren Zentrum die Marke "300. Geburtstag Friedrich der Große" steht.

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Die BERLINER BÄREN – auch mit "65" aktiv

Erster Briefmarkenverein im US-Sektor in Berlin nach dem Zweiten Weltkrieg

Neben dem Brandenburger Tor symbolisiert auch der "Berliner Bär" weltweit den Willen der Stadt nach Freiheit. Er steht aber auch für Tatkraft und Engagement. Aus dieser Haltung heraus trafen sich am 15. August 1947 in einem Lokal in Tempelhof 20 Sammler, um trotz dieser schlechten Zeit einen neuen Briefmarkensammler-Verein ins Leben zu rufen. Im amerikanischen Sektor hatte der "BSV BERLINER BÄR e. V." dazu die erste Zulassung eines Briefmarkenvereins nach dem Zweiten Weltkrieg erhalten.

So begann ein vielfältiges philatelistischen Leben in Tempelhof, geprägt von namhaften Philatelisten und engagierten Sammlern. Tauschtreffen, Fachvorträge, Exkursionen und Feiern prägen auch heute noch das Vereinsleben. Die ansprechende Homepage und eine vierteljährliche Infomationsschrift runden das Angebot ab.

Trotz des Rentenalters von "65" sind die BERLINER BÄREN weiterhin aktiv. Sie feierten ihr Jubiläum am Dienstag, 16. Oktober 2012, um 18.00 Uhr, in der Seniorenfreizeitstätte "Sorgenfrei" in der Markgrafenstr. 10 in 12105 Berlin-Mariendorf mit einem Empfang für Gäste und Mitglieder. Hierzu war der abgebildete Sonderstempel beantragt worden. Außerdem gab es einen attraktiven Jubiläumsbeleg und eine informative Festschrift.

Philatelistisch ging es dann vom 8. bis 10. November 2012 im Shopping-Center Tempelhofer Hafen mit einer Briefmarkenschau weiter. Dort war ein Team "Erlebnis: Briefmarken" vor Ort und schlug weiteren Sonderstempel ab. Nach dem Symbol für die Freiheit, dem "Luftbrückendenkmal" im Sonderstempel zum "60." stand nun das Logo des "Tempelhofer Hafen" für den Blick in eine positive Zukunft.

Kontakt: Franz-Josef Pütz, Mohrenstr. 9, 10117 Berlin, 030 – 206 496 70, Fax: 030 – 206 496 71, E-Mail: berlin-phila@t-online.de

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3. Dahmeschau und Festveranstaltung zum Tag der Briefmarke 2012

Seine diesjährige Festveranstaltung zum Tag der Briefmarke beging der Landesverband der Philatelisten Brandenburgs e. V. am 27. Oktober 2012 im Rahmen der 3. Dahmeschau in Wildau. Die Veranstaltung, die unter dem Thema "300. Geburtstag Friedrich des Großen" stand, wurde gemeinsam mit den Verband Berliner Philatelisten Vereine durchgeführt. Zwei von den Verbänden aufgelegte Sonderumschläge und auch zwei Sonderstempel (mit der Ortsangabe Wildau bzw. Königs Wusterhausen) waren dem historischen Ereignis gewidmet. Weiterhin kam am Veranstaltungstag der Sonderstempel zur 3. Dahme-Schau zum Einsatz. Das Team: Erlebnis Briefmarken hatte alle Hände voll zu tun, um alle Stempelwünsche zu befriedigen. Ein zusätzliches Highlight für alle Beleginteressierten boten die Freunde der PIN AG mit ihren Angeboten, darunter ein Sonderstempel zum Tag der Briefmarke 2012. Auch der Verlag Marika Großer (Edition Lucie Großer) stieß mit seinen Heften zur brandenburgischen Geschichte auf ein breites Interesse. 

Den Festvortrag hielt Prof. Dr. Kluge, Direktor des Münzkabinetts im Bodemuseum Berlin, der - nicht ohne Humor - manch Interessantes über Friedrich den Großen, seinen Vater Friedrich Wilhelm I. und die Finanzpolitik im damaligen Preußen zu berichten wußte. Zugleich stimmte er die Zuhörer schon auf den für den Nachmittag geplanten Besuch im Schloss Königs Wusterhausen ein. Bevor man sich aber - in einem zweiten Teil der Festveranstaltung hatten beide Vorsitzende verdienstvolle Mitglieder aus ihren Verbänden  ausgezeichnet - gemeinsam auf den Weg machte, nutzten viele Sammlerfreunde noch die Möglichkeit zu einem Rundgang durch die Briefmarkenausstellung und zu Gesprächen vor den Ausstellungsobjekten.

Die 3. Dahmeschau des Briefmarkenvereins Wildau e. V., organisiert aus Anlass des 60. Gründungsjubiläums des Vereins, war bereits am 26. Oktober durch den Schirmherrn der Veranstaltung, Herrn Bürgermeister Dr. Malich, eröffnet worden. Zahlreiche Gäste, darunter auch etliche Aussteller, erlebten eine stimmungsvolle Veranstaltung, begleitet von einem Postillion in historischer Uniform und Gesangsbeiträgen des Singkreises Wildau.

Insgesamt zeichnete sich die 3. Dahmeschau durch hervorragende Exponate aus. 14 Silber-, 6 Vermeil- und 12 Goldbewertungen legten am Ende Zeugnis von der Qualität des Ausgestellten ab. Besondere Erwähnung verdienen der große Anteil interessanter und mit viel Sachkenntnis gestalteter Jugendexponate sowie die anregenden Objekte in der Offenen Klasse.

Die Festveranstaltung zum Vereinsjubiläum, die am Abend im Volkshaus Wildau stattfand, bot Gelegenheit zu vielen Gesprächen und Erinnerungen an sechzig Jahre Philatelie in Wildau.

Dr. Malich eröffnet die Ausstellung Die 3. Dahmeschau im Volkshaus Ein Postillion begrüßt
die Gäste
Gespräch mit den Ausstellern Juryarbeit Stolzer Aussteller
Der Verein feiert Belegverkauf Freunde der PIN
Begrüßung durch den
Berliner Vorsitzenden
Vortrag Prof. Dr. Kluge Begrüßung durch den
Brandenburger Vorsitzenden
Ein kleiner Fritz als Dank
für den Referenten
Goldene Ehrennadel an Sfr. Proft (Cottbus) Nicht für den Papierkorb -
die Sonderpost in der Tasche
Sammler hört die (Jagd)-Signale Vor der Schlossführung Auch hier lauscht man interessiert
Fotos: Schmollinger, Schubert, Schult

Ganzsachen des
Landesverbandes der Philatelisten Brandenburgs (oben)
und des Verbandes
Berliner Philatelisten Vereine (unten)
zum Tag der Briefmarke 2012
Die Sonderstempel aus Wildau
und Königs Wusterhausen
Sonderstempel des Briefmarkenvereins Wildau
3. Dahmeschau 2012
60 Jahre Briefmarkenverein Wildau e. V.

 

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Erfolg auf der IPHLA in Mainz für Schwedter Homepage

Für ihre Homepage www.briefmarkensammler-schwedt.de erzielten die Sammlerfreunde des Schwedter Vereins auf der Internationalen Philatelistischen Literaturausstellung IPHLA, die vom 2. bis 4. November in Mainz stattfand, ein "Groß-Vermeil" und rutschten mit 83 erzielten Punkten nur zwei Punkte an einer Goldmedaille vorbei.

Der Landesverband gratuliert herzlich und wünscht den Sammlerfreunden aus der Oderstadt weiterhin viele interessierte Leserinnen und Leser der Homepage.

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iphl@: "berlin philatelie" ausgezeichnet

IPHLA-Medaille

Die Internationale Philatelistische Literatur-Ausstellung -iphl@- in der Gutenberg-Stadt Mainz in den Tagen 2.-4. November 2012 war als Rang 1-Ausstellung mit rund 600 Literaturexponaten eine wegweisende Umsetzung des Ausstellungs-Reglements für Literatur, das der BDPh eingeführt hatte, ohne auf die zögerlichen internationalen Verbände zu warten. Der Dank für die gelungene, großartige Veranstaltung gilt dem IPHLA-Team unter der Gesamtleitung von Wolfgang Maassen.

Die international besetzte Jury hat in Mainz die "berlin philatelie", das Verbandsorgan des Verbandes Berliner Philatelisten-Vereine e.V., mit der Bewertung "Groß-Vermeil" (mit 81 von 100 möglichen Punkten) ausgezeichnet.

Diese vom Verbandsvorstand und der Redaktion unerwartet hohe Auszeichnung ist Ansporn und Verpflichtung für uns, an das zweimal jährlich erscheinende Heft in seiner inhaltlichen Qualität und Bearbeitung, seiner technischen Gestaltung und Präsentation und damit seiner Wirksamkeit als verbindendes Medium für die Mitglieder unserer Vereine in Berlin und für die Werbung für die Philatelie auch weiterhin hohe Anforderungen zu stellen. Es bleibt ein Aushängeschild für die "Philatelie in Berlin", der wir uns mit allen Autoren verpflichtet fühlen.

Frank Walter

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10117 Berlin - Stempelüberraschung aus Indien

60 Jahre Deutsch-Indische Zusammenarbeit: so lautet das Motto, unter dem Indien die "Days of India 2012-13" feiert. In diesem Rahmen veranlasste die indische Botschaft in Berlin eine Briefmarkenausstellung, die in Zusammenarbeit mit der Deutschen Post, dem BDPh, dem Berliner Landesverband und der Forschungsgemeinschaft Indien im BDPh eine Reise "in das Wunderland der indischen Briefmarken" anbot. Die Botschafterin Frau Sujatha Singh berichtete bei der Eröffnung am 6. Dezember ausführlich über die Zusammenarbeit unserer beiden Länder und über die Geschichte der indischen Post und ihrer Marken, von denen ein Großteil sorgfältig in Rahmen präsentiert waren und ließ sich anschließend sehr ausführlich die Exponate der deutschen Philatelisten erläutern.

Die Deutsche Post hatte zur Eröffnung im Museum für Kommunikation Berlin einen Stempel mitgebracht, der auf einen Entwurf des Berliner Verbandes zurückgeht, der sich seinerseits auf das "Chakra", das Rad bezieht, in dem die Inder die Farben der deutschen und der indischen Flaggen zum Jubiläum der Zusammenarbeit kombiniert hatten.

Die indische Post war ihrerseits mit Postbeamten vertreten, die indische Briefmarken und einen Sonderumschlag anboten, der im Zudruck 10 indische Briefmarken zeigte, auf denen Deutsche abgebildet sind. Von Heinrich von Stephan über Robert Koch, Albert Einstein bis zu Karl Marx, sie alle stehen für die Verbindung von Menschen, Ideen und Kulturen, auf die sich Indien bezieht.

Die Überraschung war aber der dort abgeschlagene Poststempel: Äußerlich bot er das gleiche Bild, wie der Sonderstempel, den das Team Erlebnis:Briefmarken führte. Beim näheren Hinsehen entpuppte er sich aber als indischer Poststempel, der motivgleich gestaltet, aber einen anderen (sogar dreisprachigen) Text und - natürlich - das Logo der indischen Post anstelle der deutschen Posthörnchen aufwies. Der Begriff "Erlebnis:Briefmarken" ist stehengeblieben, vielleicht hat man ihn in Indien für ein sehr schönes Ausstellungsmotto gehalten und nicht sehen können, dass es sich um die Bezeichnung eines Service-Bereichs der Post-Philatelie in Deutschland handelt.

Wenn die Deutsche Post im Ausland einen Messestempel o.ä. führt, trägt dieser immer einen deutschen Ortsnamen, auch im Gastland. In Berlin aber war die Überraschung perfekt: Der Ortsname des indischen Sonderstempels war "BERLIN" und er trug die PLZ 10117 des Museums in der Leipziger Straße in Berlin!

Nun mag jeder Berlin-Sammler selbst entscheiden, wie er diese Belege einordnet: Auf jeden Fall ist es ein Beitrag zur Philatelie in Berlin, darüber hinaus zur Philatelie in Deutschland, den es in dieser Form wohl noch nie gegeben hat!

Frank Walter (Berlin)

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